VIETNAM – Hoi An & seine Geheimnisse

VIETNAM – Hoi An & seine Geheimnisse

Freitag, 29.12.2017

 

Hoi An – Hoi An – Hoi An

 

MEIN MOTTO DES HEUTIGEN TAGES:

EINFACH DEN LIEBEN HERR GOTT EINEN GUTEN MANN SEIN LASSEN

 

Heute ist einfach nur ein Hoi An Tag – ohne grössere Ereignisse. Ausschlafen ist angesagt, draussen regnet es eh in Strömen. Ich entspanne einfach in meinem schönen, grossen Zimmer und kuschele mich in meine Decke auf dem Bett und schreibe meine Reisereports und poste Fotos. Gegen 13 Uhr treibt mich dann der Hunger in die Altstadt und ich drehe meine Runden.

Ab morgen geht es wieder rund, den Jury, Nico und Sofia kommen…der letzte Tag alleine bevor ich wieder abgelenkt bin. Man lernt hier so viele Menschen kennen, aber momentan liebe ich die Ruhe vor dem Sturm. So geht der wunderschöne Tag in der atemberaubenden Altstadt von Hoi An zu Ende ohne grössere Ereignisse. Ist auch mal gut, so kann man sich auf das konzentrieren was war und was noch sein wird!

 

Samstag, 30.12.2017

 

Hoi An – mit dem Fahrrad auf Entdeckungsreise – Wiedersehen mit Jury, Nico & Sofia

 

MEIN MOTTO DES HEUTIGEN TAGES:

EIN WIEDERSEHEN IST IMMER WIEDER SCHÖN UND SOLL GEFEIERT WERDEN!!!

 

Gleich nach dem Frühstück kurz nach 8 Uhr treffe ich mich mit Jury und Nico zu einer organisierten Fahrradtour mit Studenten. Unser Wiedersehen ist gigantisch, wir umarmen uns heftig und haben uns unendlich viel zu erzählen – alles was wir in einer Woche unabhängig von einander erlebt haben. Unsere Tour geht mit dem Boot in ein Handwerkerdorf, wo wir am Ufer den Schiffsbau beobachten, danach wie Reispapier & Nudeln hergestellt werden und wie Reismatten gewoben werden. Bei dem Reispapier & Nudeln herstellen dürfen wir uns selber ausprobieren – eine recht spannende aber einfache Begebenheit. Wenn man bedenkt, was aus Reis alles hergestellt wird! Mit Reispapier wird in Vietnam super viel Umsatz gemacht, denn es wird Falschgeld für die Tempel in Massen fabriziert und auch sämtliche Luxusgüter von sämtlichen Nobelmarken wie IPHONE, Autos, Kleider usw. Alles wird zuhause oder in Tempels verbrannt mit dem Wunsch es irgendwann Mal zu bekommen. Auch die Verflossenen werden damit verabschiedet, mit der Zuversicht, dass sie ein besseres Leben haben werden oder all das im nächsten Leben erhalten. Wahnsinn diese Verschwendung oder auch nicht? Mit Glauben kann man die Welt bewegen! In einem Tempel wird uns alles ausführlich erklärt, wie man betet, wie man opfert, was Tradition in diesem Land ist. Die wichtigsten Familienmitglieder bekommen das grösste Grab, Männer gehen linkerhand in den Tempel, Frauen rechterhand, 3x vor dem Altar sich mit Räucherstäbchen vor Buddha verneigen, seinen Wunsch beten und dann nochmals 3x verneigen, Frauen, die ohne Mann sterben bekommen zur Anbetung vor dem Tempel einen eigenen kleinen Tempel, Tempelanlagen werden immer von zwei Löwen beschützt, der Linke ist weiblich mit einer Pfote auf einem kleinen Löwen als Zeichen des Beschützens der Kinder, der Rechte ist männlich mit seiner Pfote auf der Weltkugel als Symbol des Beschützers…man kann sich gar nicht alles merken, soviel gibt es zu erzählen. Ausser den öffentlichen Tempeln haben viele Wohlhabende zudem einen eigenen Tempel mit ihren kompletten Stammbaum an der Wand. Wir werden natürlich danach noch in einen Souvenirladen geführt, in der Hoffnung, dass wir was kaufen. Das gehört natürlich in Vietnam immer bei einer Tour dazu. Die Tour heute war frei – die Studenten wollen ihre englische Sprache üben und wir müssen nur die Bootstour bezahlen und Spenden für die Produktionsstätten und den Tempel wo wir waren. Es ist eine super schöne und abwechslungsreiche Halbtagestour gewesen, die uns einen kleinen Einblick in die wunderschöne Landschaft um Hoi An gab und natürlich in die Traditionen und das Leben von den Vietnamesen. Nach der Tour ziehe ich nochmals mit meinem Fahrrad auf die eigene Faust los durch Reisfelder und vorbei an Tempelchen zu einer Seidenfabrikation, was sich allerdings als Touristennepp herausstellt. Die Preise sind unbezahlbar – oder besser gesagt nicht gerade erschwinglich, da kann man gleich in Europa kaufen und braucht das Gekaufte nicht noch mit sich rumschleppen…Wieder zurück im Hotel ist auch Sofia endlich angekommen. Sie teilt mit mir bis zum 2. Januar mein Zimmer. Sofia, die Italienerin, mit der ich zusammen mit Juri und Nico den Norden entdeckte. Erinnert ihr Euch noch? Leider geht es ihr nicht so gut – sie hat eine Magen und Darm Infektion und liegt schon seit Tagen flach. Als ich mich später mit Nico und Jury treffe ist sie leider nicht mit an Bord. Wir gehen mit einer Israelin und 2 Russinen im Foodmarket was essen und drehen anschliessend eine Runde in der Altstadt Hoi Ans und landen in einer schönen Bar mit Blick über den Fluss. Dieses Städtchen ist so einmalig dass man einfach nicht aus dem Staunen herauskommt und immer wieder Neues entdeckt. Vor allem bei Nacht ist es mit all seinen Laternen ein wortwörtlicher Augenschmaus. Ich habe selten eine solche wunderbare Altstadt mit soviel Flair und Geschichte gesehen – so anmutend und unbeschreiblich reizvoll…

 

Sonntag, 31.12.2017

 

Hoi An & Umgebung und das grosse, weite Meer…traditionelles Silvesterfest unter Vietnamesen

 

MEIN MOTTO DES HEUTIGEN TAGES:

EIN WUNDERVOLLES JAHR MIT TAUSENDEN VON EINDRÜCKEN UND FANTASTISCHEN ERLEBNISSEN GEHT ZU ENDE…ICH WERDE ALL DAS SCHÖNE MIT GARANTIE IM JAHR „=!( WIEDERHOLEN, MIT ALL DEN SPIRITUELLEN ERKENNTNISSEN & POSITIVEN INSPIRATIONEN VON 2017. DANKE FÜR ALL DAS UND DANKE AN & FÜR MEINE FAMILIE, FREUNDE, LIEBE & GESUNDHEIT!!!

 

Heute nehme ich wieder einmal das Fahrrad – schliesslich gibt es genügend in der Umgebung zu entdecken. Nur wenige Kilometer und man hat grasgrüne Reisfelder, kleine Tempelchen und Pagoden um sich und man kommt so richtig durch eine Oase der Ruhe. An einem asbach uralten Tempel mache ich halt. Leider will man auch in Vietnam alles auf dem neusten Stand und so zerlegt man sogar alte Tempel um sie rundum zu erneuern – leider verlieren sie dadurch total ihren Charme wie dieser Tempel hier. Alles was bleibt ist sein riesiger, alter Holzbuddha, der in einer neu erbauten Tempelhalle steht mit Bauarbeiten rings um ihn. Das einzig Gute sind wahrscheinlich der Schlafsaal der Mönche, der mit neuen Betten und Reismatten ausgestattet ist und nicht so ein altes, dunkles & feuchtes Loch wie es anderswo meistens ist. Nach einer guten Stunde durch viel Grün bin ich direkt am Palmen bestandenen Sandstrand um am Meer bei einem strahlend blauen Himmel. Ich bummele am Meer entlang. Die Wellen schlagen meterhoch und die rote Flagge weht. Am Horizont sehe ich im Nebel verschleiert die touristische Hochburg der Halbinsel – kilometerweit weg. Der unendliche breite Sandstrand wo ich bin ist noch jungfräulich und unbebaut bis auf ein paar Restaurants, die bestes Seefood & Strandliegen anbieten. Ich sitze mich in den Sand und schaue einfach dem Treiben zu und geniesse ein kleiner Lunch den ich zu mir nehme. Auf dem Rückweg entschliesse ich mich wieder abseits von jeglichen öffentlichen Strassen zu fahren und begegne Reisbauern, ewig viele Wasserbüffel und eine wunderschöne Landschaft. Ich wähle einen Trampelpfad, der mich entlang eines Bächlein führt vorbei an kleinen Tempelchen und Strebergärten. Manchmal frage ich mich, wie ich zurückfinde…ich radle einfach drauf los und schau mir eine Landkarte an und das wars…frei Schnauze…bisher hab ich mich noch nie in Vietnam verirrt…bis auf Indien, wie Ihr Euch sicherlich noch erinnern könnt. Zurück über die Altstadt, die wegen der Neujahrsfestlichkeiten leider nicht mit dem Fahrrad befahrbar ist und als es dunkel ist bin ich im Hotel. Einige Zeit später ziehe ich mit Sofia los zum Foodmarket. Juri und Nico treffen wir um acht Uhr vor der Drachenbrücke.

Wir sitzen uns an einen Strassenstand am Fluss und die einheimischen verwöhnen uns mit tropischen Früchten und Bier…super freundlich und lieb. Als es urplötzlich mal wieder anfängt in Strömen zu regnen stellen sie einen riesigen Sonnenschirm für uns bereit um uns trocken zu halten! Wahnsinnig Gastfreundlich! Ein Bummel durch die Altstadt als der Regen aufhört führt uns zur „Partyszene“ zum traditionellen Silvesterfest der Einheimischen. Es ist eine riesige Bühne und ein offenes Zelt aufgebaut. Das Fernsehe ist auch mit dabei. Es treten altbekannte & neue vietnamesische Stars auf, die ihre Lieder uns sämtliche internationalen bekannten Lieder singen. Die Stars kennen wir natürlich nicht aber aufgrund des Applauses und Jubel den Vergötterungsgrad der Einheimischen feststellen können. Mit einer Grossleinwand kann sie wirklich jeder sehen. Die wirklich blendend aussehende Moderatorin sagt alle in der Landessprache und in Englisch an – wobei ihr Englisch super schnuckelig und kaum zu verstehen ist. Um das Programm abzurunden tritt die Jugend mit unglaublichen Tanzszenen und den wohl sexiesten Outfits auf, das ich jeh gesehen habe. Knapper geht es nicht. Alles tanzt & jubelt. Die ältere Generation allerdings sitzt steif im Publikum und „starrt“ zu – wahrscheinlich alles zu viel…nichts was die Kultur des Landes wiedergibt. Es fängt in Strömen zu regnen an, alle spannen die Regenschirme auf oder werfen Regenjacken über und andere werden plitschnass…aber keiner geht, jeder bleibt und feiert weiter! Was ich total schön finde ist, dass man kurz vor der Jahreswende an all die Menschen denkt, die uns verlassen haben oder denen es nicht gut geht, an Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Alle Schausteller stehen in der traditionellen Tracht von Vietnam auf der Bühne – in weissen, langen Sarongs gekleidet. Es rührt uns zu Tränen. Es wird eine Schweigeminute eingelegt und anschliessend kommt das Lied von Miguel Jackson, we are the world – we are the children. Eine grosse Uhr wird auf der Leinwand eingeblendet und die letzte Minute des Jahres 2017 wird mit Glockengeläute eingeblendet…und um Punkt 24 Uhr fallen wir uns alle prostend in die Arme! Happy New Year!

Die Bühnenshow geht noch 30 Minuten weiter und nach dem Schluss gesellen wir uns unter die Touris, die ein wenig abseits in Bar & Kneipen mit der lautesten Musik meines Lebens feiern…mit Suavecito, bailando …kommt mir alles ein wenig spanisch vor, da sieht man doch wie die Welt international ist J! Junge australische, gigantisch gut aussehende Männer umarmen mich und wünschen mir ein tolles Jahr 2018! Wow! Wir tanzen auf israelische Songs und schwingen das Tanzbein…Um 2.30 Uhr falle ich erschöpft ins Bett…Was für ein aussergewöhnlicher Start ins Neue Jahr!

 

Montag, 01.01.2018

 

HAPPY NEW YEAR!!!

 

MEIN MOTTO DES HEUTIGEN TAGES:

NEUES SPIEL – NEUES GLÜCK – NEUE CHANCEN & NUR DAS ALLERBESTE VERBUNDEN MIT ALL DEN GROSSARTIGSTEN WÜNSCHEN IM LEBEN…KEEP IT SIMPLE…LIEBE DAS LEBEN, LEBE DEINE TRÄUME & GLAUB AN DICH! REICHTUM IST EIN WEIT GEDEHNTER BEGRIFF & WAHRNEHMUNG! DAS LEBEN ALLEIN IST EIN RIESIGES GESCHENK, DEINE FAMILIE, FREUNDE, GESUNDHEIT & LIEBE…ICH WIEDERHOLE MICH, ICH WEISS…ABER MAN SOLLTE IMMER SCHÄTZEN WAS MAN HAT UND DANKBAR SEIN…ALLES IST EINE SACHE DER WAHRNEHMUNG & ANERKENNUNG…UND MIT EINEM LÄCHELN UND OFFENEN HÄNDEN & DER BEREITSCHAFT ZU EMPFANGEN KOMMT MEHR IN DEIN LEBEN…SEI EINFACH BEREIT DAFÜR…

 

Hoi An – Eindrücke einer historischen Altstadt bei strahlendem Sonnenschein – Foto Hunting – Umtrunk mit Freunden – wieder einmal Abschied nehmen

 

Das erste Frühstück in neuem Jahr und die Sonne begrüsst mich mit einem strahlenden Lächeln, blauen Himmel und weissen Wattewolken! Was für eine einmaliger Start ins Jahr 2018!

Nachdem der Himmel in den letzten Tagen ordentlich geweint hat, nutze ich diese Gelegenheit für „sonnige“ Impressionen von Hoi An und entscheide, den Tag mit Foto Hunting zu verbringen. Ihr glaubt gar nicht was für herrliche Motive einem plötzlich zur Verfügung stehen, wenn man gemütlich und mit aller Ruhe durch die Gegen zieht und einfach Momente in Ruhe verweilt, bis sich der richtige Moment ergibt. So verbringe ich meinen Tag und schlendere durch das anmutende Hoi An mit vielen Päuschen und Kaffeepausen (für mich frische Fruchtshakes).

An der Drachenbrücke sitze ich eine halbe Ewigkeit bei einem Chicken Rice – das Traditionsgericht hier und später bei einem Lotustee mit Zimt. Hmmm…Kurze Zeit später am Fluss mit Blick auf den Obst und Gemüsemarkt…und zu einem Tempel, in dem ich ziemlich lange meditiere und Räucherstäbchen als Dankeschön für 2017 & 2018 anzünde…alles ganz gemütlich und genussvoll wahrnehmen und geniessen. So verbringe ich meinen Tag während Sofie mit einem Hangover den Tag im Bett verbringt. Am Spätnachmittag ist auch mein violettes, seidenes Kimono und meine Neclische fertig und abholbereit. Hoi An ist ja bekannt für die Produktion von Seide. Mein Ticket für meine Reise mit dem Sleeperbus nach Da lat liegt auch schon in der Reiseagentur abholbereit…16 Stunden in einer der romantischsten Regionen Vietnam…da bin ich aber mal gespannt. Am Abend heisst es ab zum Foodmarket – Jury, Nico & Kinoko – eine Japanerin aus Hiroschima warten dort schon auf mich. Wieder einmal typische Hoi An Gerichte wie Nudelsuppe oder Reispfannkuchen. Ich liebe diese schnelle & gesunde Garküche. Wir drehen unsere Runden durch die Altstadt bei den vielen bunten, leuchtenden Laternen, schlürfen Kaffe und nehmen unseren letzen Umtrunk in einer Bar mit Lifemusik und einer hervorragenden Sängerin, die sämtliche Lieder trillert von Adele bis hinüber zu Enrique Iglesias..der Himmel weint als wir uns voneinander verabschieden…Jury und Nico haben mich einen grossen Teil meiner Reise begleitet und ich habe die beiden richtig in mein Herz geschlossen…

 

Dienstag, 02.01.2018

 

Hoi An – nochmals der Zauber dieser historischen Altstadt geniessen –Fahrt mit dem Sleeper Bus nach Da Lat

 

MEIN MOTTO DES HEUTIGEN TAGES:

ES GIBT KEIN ANFANG OHNE ENDE…UM WAS NEUES ZU BEGINNEN, MUSS MAN IMMER WAS ALTES HINTER SICH LASSEN ODER ZUMINDEST BEREIT DAFÜR SEIN…

 

Heute Morgen habe ich erst mal Sofia verabschiedet…sie zieht weiter…genau wie ich, aber jeder in eine andere Richtung…sie ans Meer, ich nach Da Lat. Um 9 Uhr geht ihr Bus und ich verbringe noch die Zeit mit ihr, bis sie abgeholt wird. Vielleicht treffen wir uns wieder in Da Lat?

Aber manchmal muss man loslassen können und seinen Weg alleine gehen – es wird höchste Zeit dafür – ich bin nicht ich und richte mich zu sehr nach anderen. Das Ego von mir verlässt mich und ich will lieber wieder mit mir alleine sein und das erleben, was ich erleben möchte und nicht was andere möchten. Wir hatten eine super schöne Zeit zusammen…das wars. Als sie weg ist mache ich mich an meine Reiseberichte, die ja seit einigen Tagen bereits schon in Vergessenheit geraten sind, weil ich so beschäftigt war mit meinen neuen Freunden. Ich will mich auch ein bisschen näher damit auseinandersetzen was ich in Da Lat alles unternehmen möchte. So verbringe ich den ganzen Vormittag mit lesen und recherchieren. Den Koffer werde ich dann gleich danach packen. Irgendwie wird der Koffer immer voller – am besten auf der nächsten Reise einen leeren Koffer mitnehmen. Ich habe eigentlich bisher mich sehr zurückgehalten, wenn es in all meinen Ländern, die ich bisher auf meiner Reise bereiste so viele schöne Dinge gibt – aber man kann nicht alles haben…Gegen Nachmittag nehme ich auf dem Foodmarket einen leckeren Reisteller zu mir – bis morgen Mittag gibt es für mich nichts mehr zum Essen, aller höchstens Snacks. Mein Bus fährt heute um 18.30 Uhr los und wird erst morgen gegen 12 Uhr in Da Lat ankommen. Den Rest des heutigen Tages verbringe ich damit, nochmals in aller Ruhe Hoi An zu geniessen. Ich besuche nochmals die bekannte Fotoausstellung eines Franzosen, der die Minderheiten in Asien fotografiert aber sich nun auf Vietnam spezialisiert hat und eine kleine Galerie mit Museum eröffnet hat, in der er all die Minderheiten Vietnams mit seinen Fotografien darstellt und zugleich auch Dokumentarfilme von ihnen zeigt und ihre Trachten ausstellt. Er beschäftigt sich vor allem mit der älteren Generation, die über den Verlust von Traditionen & ihre Kultur leidet und er möchte sie gerne wieder mit Gleichaltrigen zusammenführen. In seiner Ausstellung gibt es auch Fotografien von Kindern und Landschaftsbildern von Vietnam. Er ist sogar persönlich anwesend – spricht aber mit Japanern. Zu gerne hätte ich mich ein wenig mit ihm unterhalten. Sicherlich hat er einiges interessantes zu berichten – schliesslich hat er ewig viele ethnische Völker von Vietnam mit dem Motorrad aufgesucht und war Wochen und Monate für seine Fotos unterwegs. Ich bin ja auch ganz verrückt nach den Minderheiten, Kulturen und Traditionen. Irgendwie getraue ich mich dann doch nicht so richtig und setze meine Tour in Hoi An fort. Selfies gibt es ebenso! Stell Euch vor!

Ich habe seit Wochen kein Foto von mir alleine gesehen – da wird es aber höchste Zeit. In Hoi An könnte ich ewig spazieren gehen – immer entdecke ich was Neues. Dieses Mal gehe ich hauptsächlich in die alten Läden hinein, wo ich deutlich sehe, dass sie einen Innenhof haben.

Natürlich tue ich so, als ob ich Kleider oder Souvenirs anschaue und schleiche mich dann so langsam und allmählich in Richtung Innenhof. Es ist einfach überwältigend in welchen Original Zustand die alten Häuser teilweise noch sind und mich fasziniert es, einen Einblick in das wirkliche Leben hinter verschlossenen Türen zu bekommen…die Innenhöfe sind allerdings offen und frei zugänglich. Keine Angst, ich begehe sie nicht einfach, ich werfe lediglich einen Blick hinein – das allein macht mich schon glücklich. Irgendwann gehe ich dann zum Hotel zurück, sitze noch auf der Terrasse mit Blick zum Fluss und schaue meine Fotos an und kurz vor 21 Uhr werde ich auch schon abgeholt um mit dem Sleeperbus nach Da Lat zu fahren. Rein in den Bus und innerhalb von kürzester Zeit bin ich auch schon in einen tiefen Schlaf gefallen…es ist einfach beruhigender zu wissen, dass dieses Mal eine Toilette mit an Bord ist…

 

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