Neuseeland oder das Land der grossen, weissen Wolke…REISEREPORT TEIL 3    22.02. – 25.02.2009

Neuseeland oder das Land der grossen, weissen Wolke…REISEREPORT TEIL 3    22.02. – 25.02.2009

REISEREPORT TEIL 3    22.02. – 25.02.2009

 

Von der Otago Peninsula bis zum südlichsten Punkt, der Curio Bay

 

22.02.2009 Sonntag Chalet Backpackers

 

Otago Peninsula oder das mit dem Regen oder Nebel von Avalon…

 

OTAGO PENINSULA – FAHRT ENTLANG MEER – WELCOME IN PARADISE – PILOTS BEACH – ALBATROS CENTER – SAND FLY BAY – PINGUINE

 

Es regnete die ganze Nacht – unaufhoerlich! Jetzt fingen wir allmaehlich an uns nach der Sonne zu sehnen…im Regen sieht schliesslich nicht alles so schoen aus…Die Kuestenstrasse entlang der Otago Halbinsel soll spektakulaer sein, wie erlebten sie nebelverhangen…fast mythisch. Trotzdem ein absoluter Traum. Immer wieder sahen wir kleinere Inseln oder das Festland aus dem Nebel auftauchen. Wir fuhren durch kleine Fischerdoerfer bis wir schliesslich kurz vor Portobello bei Mc Farmers Hostel ankamen. Oh weh…zwar direkt am Meer gelegen aber es ging ziemlich steil auf einem ziemlich schmalen Weg den Berg hinauf. Was uns da oben wohl erwartete? Wir waren mehr als ueberrascht, als wir  eine super romantische Farm vorfanden mit den herrlichsten Ausblicken auf die vorgelagerten Inselgruppen und auf die Kueste. Wir schauten uns an und sagten uns: Welcome in Paradise! Wir hatten eine Loft – fast schon eine Honeymoon Suite – so schoen – fast kitschig. Das Kaminzimmer hatte ein riesiges Panoramafenster mit Blick zum Meer und direkt dahinter war die Kueche mit einer amerikanischen Bar. Als wir vor dem Kaminfeuer sassen und aus dem Fenster schauten, kam es uns vor wie bei „die Nebel von Avalon“…Ab uns zu sahen wir die vorgelagerten Inselgruppen und dann nahm der Nebel uns wieder die Sicht, fast schon unheimlich…es fehlte nur noch Morgaine, die Fee, die am Bug ihres Schiffes mit erhobenen Armen steht und die Nebelschwaden hin- und wiederr verschwinden laesst! Trotz Regen zogen wir los um die Otago Peninsula zu erforschen. Die Otago Insel ist eine duenn besiedelte Halbinsel von landwirtschaftlicher Schoenheit und beherbergt eine aussergewoehliche Tierwelt und eine faszinierende Vielfalt an Meereslebewesen.Beim Pilots Beach sahen wir dann auch unsere ersten Seeloewen und Seehunde – Pinquine blieben leider aus. Auch die Albatrosse beim Taiaroa Head blieben uns verwehrt. Aber fuer den Anfang waren wir ganz gluecklich. Wir imformierten uns im Albatross Center ein wenig mehr ueber die Tierwelt und zogen dann weiter zur Sandfly Bay. Ein Sandstrand & Sandduenen soweit das Auge reicht, bekannt fuer seine Pinguinkolonien. Und dort sahen wir dann zum 1. Mal ein Gelbaugepinguin „live“…leider nur einer, normalerweise kommen die Pinguine so gegen 17h abends „nachhause“ von ihrer Jagd im Meer und fuettern dann ihre Jungen, die sehnsuechtig auf das Ham Ham warten. Wir waren zu frueh oder zu spaet? Keine Ahnung, zumindest blieb es bei 1nem Gelbaugenpinquin, der wie angewurzelt mit dem Ruecken zum Meer da stand und sich kein bisschen bewegte. Vielleicht war das ein Zeichen fuer die anderen Pinquine, dass sie nicht aus dem Wasser kommen sollten, „Vorsicht Touris“! Fuer uns eine einmalige Sache. Die gelben Augen und das gelbe Gefieder, nicht jeder bekommt einen solch wunderschoenen Pinquin zu sehen.

Durchnaesst und durchgefroren kamen wir zu unserer herrlichen Farm zurueck und waermten uns Kaminfeuer auf. Der Abend wurde recht gemuetlich und wir genossen die Ruhe und den herrlichen Ausblick.

 

  1. 02.2009 Montag Mac Farmers Lodge

 

Die Tierwelt Neuseelands aus nächster Nähe erleben

 

AUSSCHLAFEN – AQUARIUM – LARNACH CASTLE – ELM TOURS WILDLIFE TOUR ZU ALBATROSSEN, SEELOEWEN, BLAUPINGUINE, GELBAUGENPINQUINE

 

Es tut auch mal gut auszuschlafen – was will man denn bei diesem anhaltenden Dauerregen anderes tun? Na ja – die Hoffnung stirbt zuletzt, aber auch dieser Tag sah nicht nach Sonnenschein aus. Es war zwar spektakulaer aus dem Fenster zu schauen und den Nebel vor der Kueste zu sehen und wie er immer kam und schwand…unheimlich und schoen zugleich.

Wir entschlossen uns, fuer den heutigen Tag Dinge zu planen, die unabhaengig vom Regen und Sauwetter sind und fuhren ins Aquarium. War ganz nett. Wir konnten „live“ miterleben, wie es ist, in einem U-Boot abzutauchen oder es gab ein Aquarium, wo man saemtliche Meerestiere „betatschen“ konnte wie zum Beispiel Seesterne, Muscheln, Seeigel, Algen, Korallen, Seegurken und vielem mehr. Wir kamen uns vor wie kleine Kinder. War ein glitschiges Gefuehl und mulmiges Gefuehl. Auf der Otago Peninsula gibt es das Larnach Castle. Das sozusagen einzige Castle in ganz Neuseeland und das sollte man natuerlich gesehen haben. Es wurde 1868 von einem Herrn Larnach erbaut. Er verwendete fuer das gesamte Castle teuerstes Material und liess Holz, Moebel, Stoffe etc. aus saemtlichen Laendern importieren. Das Anwesen ist mehr als imposant und wir genossen es durch die Raeumlichkeiten zu ziehen und uns eben wie in einem anderen Jahrhundert zu fuehlen. Die Gartenanlage ist praechtig und riesen gross und mit atemberaubenden Aussichtspunkten zu der Kueste – na ja…wir konnten ja nichts sehen – der Nebel von Otago liess uns ja sozusagen nicht, um nichtzusagen nie, im Stich.

Um nicht immer alles auf eigene Faust zu machen, entschieden wir uns dann doch am Spaetnachmittag eine gefuehrte Tour mit Elms Tour zu unternehmen.

Wir fuhren mit der gebuchten Tour direkt zum noerdlichsten Punkt der Otago Peninsula: Taiaroa Head. Von dort aus bewunderten wir die einzigsten Festlandalbatrosse der Welt und ihr majestaetischer Flug und gingen zu einer Felsklippe um Seehundskolonien zu bewundern. Quer durch die Otago Peninsula an einer Lagune entlang gelangten wir dann zu einer spektakulaeren Bucht, gesaeumt von grasgruenen Weiden und unzaehligen Schafen und grandiosen Ausblicken auf die gesamte Kueste – leider wieder mal im stroemenden Regen. Wir schauten aus einem Versteck spielenden Seehunden zu und kletterten dann den rutschigen Berghang hinab zum Meer. Wir trifften schon wortwoertlich schon vor Naesse und der Wind wurde immer schlimmer – fast schon richtige Sturmboehen! Was wir dann am Strand erlebten war faszinierend: ein Gelbaugenpinguin, der uns misstrauisch begutachtete und immer naeher kam…er musste schliesslich an uns vorbei, denn hinter uns lag wahrscheinlich sein Nest. Wir machten den Weg frei und er trottete Fluegelschlagend an uns vorbei. Kurz darauf folgte gleich der zweiter Pinguin und aus dem Meer kamen die Pinguine so nach und nach in Scharen.  Ein grosser Seeloewe war parallel dazu gerade dabei, sich zum Meer „vorzurobben“ – er war jedoch so schwer und gross, dass er sich kaum auf allen vieren fortbewegen konnte und sich immer wieder zu einer kurzen Ruhepause hinsetzen musste. Unser Weg ging weiter am Strand und an den Duenen entlang zu einem Versteck, von wo aus wir weitere Pinguine beobachten konnten. Das Gesang dieser Wesen ist einfach beeindruckend – teilweise hoert es sich an wie Katzengejammer, teilweise wie zwischernde Voegel in den grellsten Toenen. In der Zwischenzeit waren unsere Hosen und Regenjacken durchnaesst – diesem Regen hielten selbst die besten Regenjacken nicht stand. Als wir in unserem Backpackers ankamen, war erst mal trocknen vor dem offenen Feuer angesagt – am naechsten Tag rochen wir dann allerdings wie geraeuchert – aber wir brauchten die Klamotten fuer die naechste „Regenalarm“ am naechsten Tag…

 

 

24.02.2009 Dienstag

 

Die Southern Scenic Route und ihre Highlights

 

SOUTHERN SCENIC ROUTE – CATLINS COAST – KAKA POINT – NUGGET POINT – PURAKAUNUI FALLS – FLORENCE HILL LOOKOUT – MC LEAN FALLS – CURIOS BAY: 2ND PARADISE –  VERSTEINERTER WALD

 

Regen, endloser Regen, ich fragte mich allmaehlich, ob der Regen jemals aufhoeren wuerde? Koennt Ihr Euch vorstellen, dass ich in dieser Nacht traeumte, dass ploetzlich die Sonne schien? Als ich morgens aufwachte und es immer noch regnete, hoffte ich, dass mein Traum doch noch in Erfuellung gehen wuerde! Johanna war schon total frustriert. Unsere Tour ging weiter, wir verliessen die Otago Peninsula ohne sie je im Sonnenschein gesehen zu haben, Johanna meinte nur, hier war es trotz Regen so ueberwaeltigend und faszinierend was die Landschaft & Flora & Faunadas anbetrifft, dass es mit Sonnenschein wahrscheinlich oberkitschig gewesen waere – einfach zu schoen um wahr zu sein! Heute machten wir allerdings die Bekanntschaft mit einer Polizistin! Als wir Dunedin verliessen und durch eine Ortschaft brausen, vergassen wir die Geschwindigkeitsbegrenzung 50 km/h…Ploetzlich jagten Sirenen hinter uns her…zuerst dachten wir an ein Ueberfallkomando, bis uns eine Stimme ueber Lautsprecher dazu aufforderte, anzuhalten. Die Polizei in einem privaten Wagen unterwegs…Eine Dame in Uniform kam uns entgegen und wiess uns auf unser Speed von 63 km/h. Oh weh…wir nickten ihr fleissig zu und entschuldigten uns ganz eingeschuechtert – sie unterdrueckte sich ein Lachen und blieb toternst. Einen Strafzettel bekamen wir zum Glueck nicht…Johanna, die Raserin, durfte weiterfahren! Schreck lass nach…unsere Fahrt ging weiter:

Wir fuhren die spektakulaere Ostkueste von Dunedin in Richtung Sueden, die sogenannte Southern Scenic Route, die bis nach Fjordland fuehrt. Man sagt hier findet man mit die uerspruenglichsten Landschaften Neuseelands – wir koennen es wortwoerlich bestaetigen, wir waren einfach nur mehr als ueberwaeltigt von dem was wir sahen.  Auf unserer Fahrt gab es atemberaubende Straende, unendliche Duenen, Felsbuchten, Meeresarmen & Flussmuendungen, geniale Aussichtspunkte und die herr- lichsten Landschaftszuege, die abwechselnd von Feldern & Weiden zu Regenwaeldern & Busch wechselten. Nugget Point, eine windumtoste Fels-klippe mit einer Hoehe von 133m, ist mehr als ueberwaeltigend. Auf dem hoechsten Punkt steht ein Leuchturm und von dort aus bietet sich ein Blick auf zerkluefftete Felsengruppen, die von unzaehligen Seehunden und Pinguine bevoelkert sind. Wir wanderten zu dem Purakaunui Fall, ein dreistufiger Wasserfall mitten im Regenwald. Von dort ging unser Weg weiter zum Florence Hill Lookout. Von hier aus sieht man ueber endlose Straende und Kuestenlandschaft. Und endlich – ach Du Wunder, zeigte sich nach geschlagenen 5 Tagen endlich die Sonne!!! Mac Lean Falls waren fuer uns eindeutig die schoensten Wasserfaelle. Uerberwaeltigend, wie sie auf mehreren Stufen mit einer unwahrscheinlichen Wucht die Felsen „herunterrasten“. Ein schmaler Weg durch den Urwald fuehrt steil an den Wasserfaellen entlang hinauf zum hoechsten Punkt. Von dort aus bekamen wir die ganze Wucht der Wasserfaelle zu spueren. Die Gischt war wie Nieselregen spektakulaer. Weiter ging es zur Curios Bay. Als wir unser gebuchtes Hostel sahen stand fuer uns fest: 2nd Paradise! Das Hostel lag direkt am Meer auf Duenen, umgeben von einem bunten Garten und einer riesen Holzschaukel im Eingangsbereich. Als wir das weisse Holzhaus betraten, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: alle Zimmer waren mit Blick auf des Meer hinaus gerichtet, in unserem Schlafzimmer war beidseitig ein riesiges Panoramafenster, das uns das Gefuehl gab mit unserem Bett im freien zu stehen! WOW! Wir waren ganz aus dem Haeuschen. Als wir dann noch an den versteinerten Wald kamen, fossilierte Baumstuempfe und umgekippte Staemme direkt am Meer gelegen, war unser Tag perfekt: Gelbaugenpinguine!!! Es war einfach wunderbar sie so ungestoert in der freien Natur in aller Ruhe zu beobachten – ohne Guide, ohne Hektik, ohne Stress. Fuer uns mit eines der ueberwaeltigsten Momente unserer gesamten, bisherigen Reise. Der Sundowner gab es dann in unserem neuen Zuhause, natuerlich mit Meerblick so weit das Augen nur reichte.

 

25.02.2009 Mittwoch Curio Bay Lodge – Curio Bay

 

Curio Bay & ihre unschlagbare Natur

 

Fotos vom Sonnenaufgang – Duenen – Southern Scenic Road – Aussichtspunkt Bluff auf Steward Island – Invergargill  – Mc Crackens Rest – Wasserfall – Te Anau

 

Der Sonnenaufgang ueber dem Meer – direkt von unserem Zimmer vom Bett aus zu sehen, war einfach genial. Der Nebel, der noch ueber dem Gebirge hing und ueber der Brandung. Wir gingen ueber die Duenen und hielten zum letzten Mal mit unserem Foto diese Spektakel fest. Auf der Southern Scenic Road fuhren wir weiter Richtung Te Anau – Fjordland, suedwestlicher Teil der Suedinsel Neuseelands. In Bluff rasten wir erwartungsvoll zu einem Aussichtspunkt, von dem man Steward Island aus sehen konnte…leider etwas zu schnell. Polizei tatue tata…anhalten, Geschwindigkeitskontrolle, 68 km/h wo nur 50 km/h erlaubt war…meine „Raserin“ Johanna wurde mit 120 NS zur Kasse gebeten – 60 Eur…Tja, Invergargill war dann der naechste Stopp, wir mussten den Strafzettel bezahlen. Staedtisch aber nicht besonders schoen diese Stadt…Auf unserer Fahrt nach Te Anau trafen wir noch auf gigantische Aussichtspunkte ueber die Kueste, spektakulaere Sandstraende, wie der am Mc Crackens Rest und einem super schoenen Wasserfaell, der von einer Hoehe von ca. 500m herabstuerzte und in einem kleinen Fluss muendete. Schliesslich erreichten wir Te Anau , das am Ufer des gleichnamigen Sees liegt. Eines von Neuseelands tiefsten und schoensten Gewaessers. Jetzt galt entspannen…geniessen und Nichtstun…denn ein spektakulaerer Tag stand uns bevor: Die Fahrt zum Milford Sound…eines der schoensten Gebirgslandschaftsstrecken der Welt…

 

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