Neuseeland oder das Land der grossen, weissen Wolke…REISEREPORT TEIL 1    11.02. – 16.02.2009

Neuseeland oder das Land der grossen, weissen Wolke…REISEREPORT TEIL 1    11.02. – 16.02.2009

REISEREPORT TEIL 1    11.02. – 16.02.2009

 

Ab nach Neuseeland – das Land der großen, weißen Wolke!

 

 

  1. Februar – 13. Februar 2009

 

Wenn einer eine Reise tut…

 

DEUTSCHLAND – SINGAPUR – SYDNEY – CHRISTCHURCH

 

Johanna meinte noch zu mir, ihr Urlaub faenge erst an, wenn sie im Flieger neben mir sitzen wuerde…da war mir schon ein wenig mulmig sie nicht rechtzeitig oder ueberhaupt am Flughafen Frankfurt anzutreffen, denn schliesslich kam sie von Innsbruck angeflogen…Pannen konnten immer noch vorfallen und sie den Flieger verpassen…oder ich mit Mami & Papi im Schneechaos auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen…denn die beiden liessen es sich nicht nehmen mich hoechstpersoenlich zu begleiten…

 

Oh weia…kommt Johanna oder nicht? Schliesslich stand ich bereits schon eine halbe Stunde am Check-in in der langen Schlange 3,5 Stunden vor dem Abflug!

Aber da war sie…gerade als ich an der Reihe war mein Gepaeck einzu-checken! Welch eine Freude nach so langer Zeit  – wir hatten uns fast 10 Jahr nicht gesehen! Dann konnte ja unsere Reise endlich losgehen und unser Traum wahr werden!

 

…Und wir flogen Business Class! Wow! Ja, ja, ja…unerwartetes Up-grade! Ein unerwarteter Gluecksfall sozusagen! Erholt zum Ziel! Mit Champagner auf unsere tolle Reise anstossen! Hmmm, mit herrlicher Menu Auswahl und Essen vom Feinsten! ..Und schlafen konnten wir auch…die Sitze verwandelten sich in Liegesitze! So reist man gerne! Und weil die Maschine in der Holzklasse ausgebucht war, durften wir bis Sydney so weiterreisen und wurden dann auch noch mit dem Blick auf die Skyline von Sydney und die Opera & Harbour Bridge belohnt! Wenn Engel reisen!!!

 

Am 11.2. um 23.30 h Abflug, Ankunft in Christchurch am 13.2. um 14.30 h mit +12 Zeitverschiebung. Unser Abholservice stand auch schon da: Merryn.

Ueber Couchsurfing.com hatte ich Kontakt zu einer Farmersfamilie geknuepft und man bot uns glatt an, die erste 3-4 Tage bei ihnen auf dem Land zu ver-bringen. Wir nahmen das Angebot an und waren super neugierig. Warum eigentlich nicht? Abenteuerlustig und offen fuer Neues sollte man immer bleiben.

Der herzliche Empfang von Merryn stimmte uns gleich auf Neuseeland und seine Gastfreundlichkeit ein! Nach einer guten Stunde kamen wir dann in Springfield an, das ca. 30 Min von Christchurch entfernt liegt.

Auf der weitlaeufigen Farm wurden wir gleich von den Hunden begruesst! Merryn fuehrte uns auf unser Zimmer und es gab Teatime. Ihr 5 jaehrige Sohn und die Oma Lona wurden uns vorgestellt und Mikel, ihr Mann, ein super netter Feuerwehrmann. Der Rest der Familie, Sam, 15 Jahre und George, 10 Jahre, war ausgeflogen, bei Freunden oder unterwegs…

Natuerlich praesentierte uns Sohnemann Tom gleich in Socken, ja in Socken, nicht mit Schuhen, und mit seinem Fahrrad die Farm und die Tiere und zeigte uns gleich die 15 Pferde und ca. 35 Rinder, seine Ziege und die Scheune, den Garten, den Pool und den Whirlpool. Danach sahen wir aus wie die Schweine…Morast ueberall…Socken waeren da wahrscheinlich leichter zu waschen gewesen als die Trekkingschuhe von dem ganzen Dreck zu befreien. Auf der Farm war ein reines Chaos…ueberall sah es aus wie auf einer Muellhalde oder einem Troedel…sogar auf den Zimmern…im Hausflur stappelten sich unzaehlige Paar Schuhe, schmutzig bis zum geht nicht mehr…

Lecker, lecker war das Abendessen…es gab was ganz typisches, Chanquetes (Fisch) mit Ruehrei und Toast…dann hat uns das Jet lag erwischt und wir sehnten uns nach einem langen, ruhigen Schlaf…

 

  1. Valentinstag, Samstag 2019

 

Ein zweites Zuhause mitten auf dem Lande – Kühe, Schafe & Co. Kg

 

CHRISTCHURCH – FLOHMARKT – LUNCH MIT FAMILY – KUESTENSTRASSE – SUMMER – LYTTELTON – BESUCH BEI OMA & OPA

 

Tja, die Sitte hier gemeinsam zu fruehstuecken gibt es hier anscheinend nicht…

Einer macht das Fruehstueck und bereitet es auf der Bar vor und jeder nimmt sich das, was er gerne haette…so sah es dann auch am Samstagmorgen aus…Mikel machte leckere Pancakes mit Ahornsirup und Zitrone und jeder nahm sich einfach, soviel er haben mochte. Mit einem Glas Tee in der Hand standen wir in der Kueche und verzehrten so unser leckeres Fruehstueck. Bei dieser Gelegenheit lernten wir auch dann den Rest der Familie kennen…Sam und George und noch einige Freunde, die zu Besuch waren. Da Valentinstag war, hatte die Familie geplant, in die Stadt zum gemeinsamen Mittagessen zu fahren und uns bei der Gelegenheit Christchurch zu zeigen. Wir fuhren natuerlich mit und durften Christchurch und seinen samstaeglichen Flohmarkt bewundern. Nach dem gemeinsamen Lunch fing dann unsere exklusive guided Tour by Merryn an und man zeigte uns das umtriebsame Ferienort Summer, das direkt am pazifischen Ozean liegt, herrliche Aussichtspunkte ueber Summer, Christchurch und Lyttelton, Anlaufstelle fuer Kreuzfahrtschiffe – und da sahen wir sie: Queen Viktoria…das Kreuzfahrschiff ueberhaupt…in Deutschland war es ein richtiges Happening das groesste Kreuzfahrschiff aller Zeiten zu sehen und es wurde ein richtiger Wirbel darum gemacht…und hier stand es einsam und verlassen im Hafen…fuer jedermann zu sehen…ohne Schlange und ohne Gedraenge…

Was uns total ueberraschte war die Farbe des Meeres – wirklich das absolut schoenste Blau, das wir je gesehen haben: Tuerkisblau…und die Vegetation in den herrlichsten Farben. Teatime war dann bei den Eltern von Merryn in einem Vorort von Christchurch. Die Haeuser sind echt putzig hier, alle ziemlich klein, aus Holz, mit Veranden und kunterbunt angemalt, mit wunderschoenen Gaerten und unzaehligen Blumen und Obstbaeumen – einfach zum Wohlfuehlen. Wir wurden gleich mit reichlichem Kartenmaterial aus Neuseeland versorgt – ein Navigator war also nicht mehr notwendig…man gab uns Empfehlungen, welche Route wir zuerst fahren sollten und was wir nicht verpassen duerften und viele andere Tipps…

Oh war das ein schoener Tag…nach einem gemeinsamen Abendessen nutzten wir noch die Gelegenheit den Whirlpool im Garten auszuprobieren…wir lagen unterm freien Himmel im Dunkeln und splitternackt im Whirlpool und genossen den Sternenhimmel, die Ruhe & das Alleine sein auf der Farm…

Alle anderen waren ausgeflogen…

 

 

15.02.2009 Sonntag

 

Christchurch entdecken & alles drum herum

 

DOWNTOWN – BOTANSICHER GARTEN – CHINESISCHES LAMPENFEST – GOURMETABEND

 

Irgendwo fernab von  jeder Zivilisation konnten wir das ruhige Farmleben mit der Familie geniessen, kamen aber nicht vom Fleck. Deswegen bot uns Merryn am Sonntag an, uns zumindest bis zum naechsten Dorf zu fahren…nach Christchurch mit dem Auto waren es immerhin geschlagene 45 Minunten, Wir nahmen also den Bus und fuhren vom Nachbardorf durch saemtliche Provinzdoerfer in die Stadt…nach einer guten Stunde waren wir in Christchurch. Ohne  gleich mit unserer Sight-Seing Tour anzufangen, wetzten wir direkt zum Art Center, denn da gab es eine leckere Fressmeile. Wir versorgten uns mit einem herrlichen Thai Gericht und stuermten dann los, die Stadt zu erobern. Ziemlich klein und schnuckelig und ganz so viele Attraktionen gibt es hier auch wieder nicht, aber immerhin gibt es noch einige typische Strassenzuege, wo noch viktorianische Architektur vorherrscht. Die Hauptstadt der Region Canterbury wurde immerhin ca. 1849 gegruendet unter anderem auch bekannt als eine Universitaetsstadt. Und am meisten Rummel ist bei der Cathedral Square, wo so manche Kuenstler ihr bestes bieten und versuchen ihre Portemonais ein wenig aufzupolstern. Ha, als wir dort ankamen, versuchten sich gerade Studenten mit einem Maori Tanz…zwar in typischen Gewaendern und syncron, aber weniger spannend. Die kleine Kathedrale direkt am Cathedral Square bietet von ihrem Kirchturm aus einen ganz netten Blick, aber oh weia, eine ziemlich enge Wendeltreppe, die ca. 63 m nach oben fuehrt, war ganz schoen schwindererregend…wir waren froh, als wir wieder unten waren. Bei Gegenverkehr ging gar nichts mehr! Es gibt in Christchurch sogar ein Viertel, wo die Haeuser im spanischen Missionstil erbaut wurden…alle schoen pastellfarben, weissem Stuck und kleinen zierlichen Balkonen…fast Art Deco maessig. Am besten hat uns der botanische Garten gefallen. Da gibt es einer der schoensten Rosengaerten, die wir je gesehen haben. Tausende von Rosen in unzaehlichen, unbeschreiblichen, unrealistischen und grellsten Farben und die Rosen verstroemen einen Duft, sage ich Euch, wie edelstes Parfuem. Es gibt sogar ein tropischer Regenwald mit einem See und Zedernbaeume mit langen, gebogenen Aesten wie Schaukeln. Die Parkanlage und das sonnige Wetter luden wortwoertlich zum Sonnenbaden ein und so lagen wir eine kleine Weile auf der gruenen Wiese und raekelten uns in der Sonne…mit dem Erfolg Sonnenbrand…wie doof kann man eigentlich sein bei diesen Temperaturen ohne jeglichen Sonnenschutz sich der Sonne auszusetzen? Naja…Waehrend unseres Aufenthaltes war auch das chinesische Neujahr und wurde mit einem Lampingionfest im Kings Garden gefeiert. Lampingions in allen Variationen, vom Drachen bis zum Wasserbueffel, Flamingos etc. und bei unserem Besuch mit der Family von Merryn am Spaetabend leuchteten alle in den schoensten Farben. Ein wenig kitschig, ein bisschen mehr hatten wir uns schon davon versprochen aber was erwartet man von einem Fest in einer Provinzstadt? Als wir dann zurueck zur Farm kamen, wartete eine ganz leckere Mahlzeit auf uns: Lamm, Lachs, Tomaten Mozarella Salat & suesse Kartoffeln. Ausnahmsweise sassen wir alle an der grossen Tafel im Esszimmer und assen wie die Scheunendrescher – Merryn ist wahrhaftig eine super gute Koechin…Hmmm….und mit den Alkoholpops habe ich mich inzwischen auch schon angefreundet…Vodka Schokolade oder Piña Colada…hicks…

 

16.02.2019 Montag

 

Christchurch – auf Entdeckungstour und Abschied nehmen

 

DOWNTOWN – ANTARKTIS – THAIFOOD + ABSCHIED

 

Morgenstund hat Gold im Mund! Wer frueh aufsteht hat mehr vom Tag! Johanna weckte mich um 7 Uhr in der Frueh. Merryn bot uns am Vorabend an, uns um 8 Uhr nach Christchurch mitzunehmen.

Oh, wie fiel mir das Aufstehen schwer, um wie wundersam, dass kurz vor 8h noch keiner im ganzen Hause wach war…obwohl eigentlich die Kinder zur Schule, Mikel zur Feuerwehr und Merryn zur Arbeit musste – bis ich feststellte, dass Johanna die Uhr verkehrt gelesen hatte. Es war 6h! Ich todmuede –meines wertvollen Schlafes beraubt…J

 

Internationaler Antarktis Center:

Wir fuhren von der Stadt aus direkt zum International  Antarktis Center. Neuseeland ist von der Antarktis ca. 1000 km entfernt. Mit Suedamerika hat es mit die kuerzeste Entfernung dorthin. Ein Besuch dort wurde uns waermstens empfohlen. Im International Antarktis Center kann man „hautnah“ einen Tag in der Antarktis miterleben.

Zur Antarktis:

  • Wusstet Ihr, dass die Antarktis ca. so gross ist wie Alaska, Kanada & USA zusammen?..
  • Dass die Antarktis Festland ist, dass aber ca. 295 Tage im Jahr mit Eis bedeckt ist?
  • Dass es in der Antarktis hoehere Berge gibt wie der hoechste Berg der Welt, der Himalaya?
  • Dass wenn die Antarktis durch die globale Erwaermung schmelzen wuerde, der durchschnittliche Meeresspiegel sich um 60m anheben wuerde?
  • Dass die Antarktis vorher mit Asien, Japan, Australien, Neuseeland etc.

verbunden war, bevor die Kontinente getrennt wurden?

  • Dass in der Antarktis der Wind durchschnittlich mit 180 km/h weht und es dort groessere Tornados gibt als sonst woanders in der Welt?
  • Dass dort Temperaturen herrschen bis zu -95 Grad Celsius und dass ein Mensch innerhalb von 1 Min. bei diesen Temperaturen erfrieren wuerde? etc.

Tja…da sieh mal einer an…das wusste ich auch nicht!

Der International Antarktis Center ist in einzelne Themen & Raeumen aufgeteilt:

  1. Raum: Wetterstation

hier erlebt man, welche Wetterbedingungen tagsueber vorherrschen mit der entsprechenden Kulisse von Eisbergen & Landschaftsbild. Man erlebt den Son-nenaufgang, den Temperaturwechsel, Sturm, Wind, Kaelte, Schneesturm etc.

  1. Raum: Forschungsstation von Innen:

wie die Menschen leben, arbeiten, forschen, wie sie gekleidet sind, Bilder + Filme und Live-Schaltungen vor Ort

  1. Raum: Wetterraum

ein Raum, in dem die Antarktis repraesentiert wird mit Iglus, Schneemobile etc. vo man live einen Schneesturm erlebt. Vorher muss man sich natuerlich entsprechend kleiden. Die Temperaturen sinken bis auf – 26 Grad Celsius.

  1. Raum: Blaupinguine live

Pinguine wie sie leib & leben – eine Pinguinin lebt schon seit 7 Jahren in der Aufzuchtstation und kommt jedes Mal angewackelt, wenn Sie Menschen sieht und wartet auf Fuetterung.

Total suess die Kleine wie die kleine rumwatschelte und bettelte, ganz erwartungsvoll vor uns statt und quitschende Geraeusche machte…seitdem bin ich absolut Pinguin begeistert & verliebt in diese herrlichen Wesen!

Oh ja, Pinguine sind ein Thema fuer sich – ich koennte stundenlang ueber sie erzaehlen…aber dazu koennt Ihr auch goggeln, falls Euch dieses Thema interessiert…vielleicht komme ich bei einer anderen Gelegenheit nochmals auf meine Pinguine zurueck…

 

  1. Raum: Video ueber Antarktis & allgemeine Informationen

Hier wird ein Film ueber die Antarktis gezeigt, der noch mal Bilder ueber die Antarktis zeigt und kurze Filmausschnitte wie Sonnenuntergang, Sommer, Winter, Atmosphaere…National Geografic…einfach genial & beeindruckend

 

  1. Raum: weitere Infos zur Antarktis, Flora & Fauna

Man sieht Forschungszelte, Dokumentarfilme, Ausgestopfte Tiere, Fische etc. die in der Antarktis Leben etc.

 

  1. Fahrt mit einem typischen Schneejeep

Ein typischer Schneejeep jagt ueber eine kuenstlich angelegte Piste um zu repraesentieren, wie die „Strassenverhaeltnisse“ in der Antarktis sind

 

Alles in einem ein richtiges Highlight, Wir haben zahlreiche Bilder geknipst, um unser 3 h Ausflug in die Antarktis mitreissend und wirklichkeitsnah zu repraesentieren.

 

Zurueck aufs Merryn`s Farm bereiteten wir dann in der Kueche ein super leckeres Thai Essen vor. Die gesamte Familie und 2 deutsche Freunde der Familie nahmen an dem koestlichen Abendessen teil – hmmm…als Dessert gab es koestliche Schokoladenmuffins und Pfirsichkompott mit Sahne…unsere Henkersmahlzeit, denn Morgen mussten wir Abschied nehmen. Lona, Mikels Mutter, praesentierte uns noch ihre Kinderbuecher mit fantastischen Zeichnungen. Ein letztes „Familienfoto“ zur Erinnerung…und ab ins Bett!

 

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