AMAZING THAILAND – Reisebericht Teil 8: 22.02. – 25.02.2013 Von den Inselwelten der Golfküste nach Burma? Möglich?

AMAZING THAILAND – Reisebericht Teil 8: 22.02. – 25.02.2013 Von den Inselwelten der Golfküste nach Burma? Möglich?

Fotos auf meiner Facebook Seite Tina Volz unter dem genannten Album Thailand! Danke!

Hallo meine Lieben!

Wie geht es Euch? Wie immer viel zu berichten, aber nicht ueberall in Thailand gibt es Internet…zumindest nicht immer auf den Inseln…aber ich habe Euch nicht vergessen…und hier geht es weiter mit unseren Berichten…

Thailand geht dem Ende zu wenn wir das Visa fuer Birma bekommen…aber bekommen wir es?
Ko Tao war unser vorerst letzter Anlaufpunkt in Thailand…und wenn wir das Visa fuer Birma nicht bekommen sollten, reisen wir halt in Thailand weiter oder gehen nach Laos, Vietnam…etc. Asien ist ja gross…

Seid lieb gegruesst!!!
Tina

  1. Februar 2013, Freitag,   Ko Tao, OK2 Bungalows

Ka Tao – Fruehstueck im New Heaven (Neuer Himmel) – sonnen & baden rund um die Beach Lounge Ko Tao – Nachtfaehre nach Chumphon

Das Fruehstueck in einem Resort neben an, dem New Heaven, war tatsaechlich wie im Himmel mit einem atemberaubenden Ausblick auf eine wunderschoene Bucht mit korallblauen Meer, weissen Sandstraenden und Palmen, die sich im Wind wiegten. Den letzten Tag auf Ko Tao wollten wir einfach nochmals entspannen und in vollen Zuegen geniessen, wer weiss, wann wir wieder „Meer“ haben? Wieder einmal die Beach Lounge Ko Tao war angesagt, einfach genial und wenn Ebbe war konnten wir immerhin auch noch in den kuehlen Pool springen. Gegen Abend brachte uns der Pick up von unseren OK2 Bungalows zur Faehre. Wir schliefen in einem grossen Schlafsaal mit ca. 50 anderen Leuten. Ueberraschend angenehm…

  1. Februar 2013, Samstag,   Burma, X, Pinguin Hotel

Minibus nach Ranong – Visa fuer Burma? Ueberfahrt nach Kawthoung – Diskussionen mit der Einwanderungsbehoerde

Ich bin aufgewacht, weil das droehnen der Schiffsmaschinen ploetzlich leiser wurde und die Faehre nicht mehr unendlich hin- und herschaukelte. Wir mogelten uns durch den Einfahrtskanal nach Chumphon zum Haupthafen, vorbei an tausenden von alten Fischerkaehnen und Booten. Es war noch dunkel, aber ich wusste, in der naechsten halben Stunde wuerden wir „ankern“.

Um 5 Uhr morgens gingen wir dann von Bord, wurden mit einem Minibus in die Altstadt gebracht und von dort mit einem weiteren Minibus ging die Fahrt im Morgengrauen Richtung Ranong an der Westkueste Thailands. Busfahrten sind immer ein Erlebnis – auf geheimen Wegen durch die Landschaft fahren und die einmalige Natur und das Gruen geniessen. Um kurz nach 8 Uhr waren wir dann endlich in Ranong. Mit einigen Komplikationen und Tuk Tuk Fahrereien von hier nach dort, fanden wir heraus, von wo aus es per Boot nach Burma weiterging. Keiner konnte uns allerdings sagen, wie es mit dem Visa aussieht, jeder erzaehlte uns etwas anderes und so entschlossen wir uns, einen Versuch zu wagen – besser als nach Bangkok zu fahren, das ca. 8 Stunden Fahrzeit entfernt war und dort das Visa in der Burmesischen Botschaft zu beantragen. Die Thailaendische Auswanderungsbehoerde stempelte uns aus und nach einem Deal (Vereinbarung) mit einem Fischer fuhren wir mit einem Longtailboot auf dem Niemandsland Richtung Burma. Was fuer ein Erlebnis…die Kulisse von Ranong und die Kulisse von Burma – von neuen Zeiten zu alten Zeiten, zurueck in die Vergangenheit. Die Bootsfahrt war mehr als ein Geschaukel, ziemlich hoher Wellengang und quer ueber den Andamensee auf die burmesische Kueste zu, die von goldenen Pagoden auf Huegeln gekroehnt war.

Die Ueberfahrt war wie eine Autobahnfahrt – ewig viele Boote waren unterwegs. Viele Reisende fahren mit dem Boot nach Burma nur um ihr Visa fuer Thailand zu verlaengern. Wir fuhren durch Inselwelten und entlang der Kueste an einigen Ortschaften vorbei, in denen es sehr rege zuging. Hier und dort wurden noch Thais und Burmanesen auf unser Boot aufgeladen, bevor wir Victoria Point in Kawthoung, Burma, ansteuerten. Als wir im ankamen, wurden wir am Pier wortwoertlich „ueberfallen“. Nepper, Schlepper, Bauernfaenger. Jeder wollte sich ein wenig Geld mit den Touris verdienen und ihnen bei der Visabeschaffung fuer Thailand weiterhelfen – fuer Burma hingegen schuettelte jeder nur den Kopf…1 Tag hoechstens…oder 14 Tage aber man darf sich nur 5 km von Kawthoung entfernen und nur mit einer Sondergenehmigung nach Mandalay oder Yangoon weiterreisen – Hauptanziehungspunkte und Attrak-tionen in Burma. So ein Theater. Ich versuchte mich mit saemtlichen Touris zu unterhalten aber jeder gab eine andere Auskunft. Ein Birnamese wollte uns weiterhelfen und meinte nur, kein Visa, nur fuer 14 Tage und zwar im Umkreis von 5 km und keinen Schritt weiter. Das Ghetto Burmas? Schliesslich waren wir dran, die „Einreiseformularitaeten“ zu erledigen und ich versuchte nochmals, mich mit den Grenzbeamten zu unterhalten. Keine Chance auf ein Visa! So ein Mist…von wegen Schmiergelder und alles laeuft wie geschmiert…man bot uns nicht mal an hinter der Hand was zu geben…

Pinguin laesst gruessen – Mittagessen & Bummel ueber dem Markt – Hochzeit in burmesisch – Brandy Hennessey im Garden Hotel – Cafehaus in Kawthoung

Wie auch immer…einmal hier, dann koennen wir auch bleiben…so entschlossen wir uns dann. 1-2 Tage die Luft im „Grenzgebiet“ Burma schnuppern und dann wieder zurueck nach Thailand. Was solls…Der Typ, der uns die ganze Zeit „verfolgte“ und uns seine Hilfe anbot schleppte uns schliesslich zu einem Hotel namens Pinquin. Durch saemtliche Gassen und an Maerkten vorbei begann eine ausdrueckliche Zeitreise…wir fuehlten uns in ein anderes Zeitalter versetzt. Alle Haeuser im Kolonialstil in den buntesten Farben, teilweise verfallen oder einfach asbachuralt, die Birnamesen noch in ihrer traditionellen Kleidung mit Bambusschirmen aus Seide oder einfach Pergamentpapier, um sich vor der Sonne zu schuetzen, Maenner mit Sarongs (Wickelroecke), Fuhrwaegen, die noch mit der Hand gezogen wurden, alte Holztransporter mit Motor ca. 60-70 Jahren auf dem Buckel aber noch fahrtuechtig waren, Frauen, die auf ihren Kopfen Ware trugen, Kinder, die am Strassenrand mit Murmeln spielten…Es herrschte ein Treiben in einer Hafenstadt von anno dazumal…unglaublich. Saemtliche Gerueche stiegen uns in die Nase, von Gewuerzen bis hin ueber Blumen und das Essen von Garkuechen. Wir mogelten uns durch die engen Strassen bis zum Hotel, das direkt hinter der Altstadt in einem Wohnviertel lag, wo ebenso die Zeit stehengeblieben war. Unser Zimmer war super spartanisch eingerichtet aber sauber. Nach einer kurzen Ruhepause zogen wir los, um unser erstes burmanesisches Mittagessen zu uns zu nehmen. Wir suchten uns aus saemtlichen Toepfen unsere passende Mahlzeit aus…ohne wirklich zu wissen was wir zu uns nahmen, aber es war genial und super lecker. Die Bestaunten waren wir, wir wurden von saemtlichen Blicken in diesem Lokal verfolgt – obwohl reger Grenzverkehr in diesem Ort war, blieben die Touris alle nicht und fuhren nach der ganzen Passstempellei direkt wieder nach Thailand zurueck. Im Ort selber ging es uns ebenso – jeder schaute uns neugierig zu was wir taten und wohin wir gingen. Vorbei durch das Marktgetummel und das ganze Treiben und am Hafen entlang schauten wir dem Treiben zu. Faszinierend und mit Worten nicht beschreibbar. Vor einem Hotel sichtete ich dann eine Hochzeitsgesellschaft – kaum die Kamara zum fotografieren angesetzt, wurde ich ploetzlich am Arm in die Empfangshalle gezogen. Ich drehte mich um. Eine aeltere Dame forderte mich auf mit der Hochzeitsgesellschaft zu feiern. Schneller als ich denken konnte, geleitete man mich zu einem Tisch, servierte mit Eiscreme und etwas zum trinken und man begann, sich mit mir mit Haenden und Fuessen zu unterhalten. Ploetzlich sprach mich ein Burmese an und setzte sich neben mich, stellte mir seine Frau und das Hochzeitspaar und die Brauteltern vor und fing an ueber Burma und seine Politik zu sprechen. Ich war recht zurueckhaltend, schliesslich war das ein heikles Thema. Colin stand am Pier und wartete ungeduldig auf mein Zurueckkommen. Wie kam ich bloss hieraus? Ich wollte zwar gerne bleiben, denn ich fand das ganze hochinteressant, aber Colin wartete und wusste nicht mal so recht wo ich steckte. Ich versuchte es „Soe“, dem Birmanese der mit mir sprach zu erklaeren. Er verschwand ploetzlich und meinte er wolle draussen rauchen und kam mit Colin zurueck…Wir als Touris waren unuebersehbar…War eine ganz nette Runde mit uns und wir unterhielten und ueber Burma und das ganze Geschehen und beschlossen, uns um 20h fuer ein gemeinsamen Drink zu treffen. Colin war hundemuede und ging ins Hotel zurueck, er wollte noch ein wenig Energie vor dem Ausgang tanken, ich hingegen entschloss mich, alleine loszuziehen um ein paar schoene Schnappschuesse mit meinem Foto zu machen. Es trieb mich hoch zur Pagode der Stadt, von da oben hatte man einen herrlichen Ausblick ueber die gesamte Stadt, die Bucht und Thailand. Kleine Kinder riefen mir zu und begruessten mich, die Tempelmusik verfolgte mich bis zurueck zum Hotel. Was fuer eine angenehme Atmosphaere – soviel Ruhe und einfach etwas Magisches was in der Luft lag. Gegen spaeter trafen wir dann den Burmanesen von der Hochzeit und seinen Freund. Mit dem Motorrad fuhren wir zum Garden Hotel mit einer Flasche Brandy in der Hand und setzten uns auf die Dachterrasse vom Hotel und genossen die frische Abendluft, unser Abendessen und eine Flasche Brandy. Das Thema ging um Gott und die Welt, vor allem selbstverstaendlich um Burma und unsere Gastgeber waren natuerlich auch an unserem Leben, Politik etc. interessiert. Ziemlich angetrunken ging es dann noch zu einem Kaffeehaus, in dem ich den leckersten kalten, roten Thaitee mit Milch getrunken habe. Wie ihr wisst trinke ich kein Alkohol…so blieb ich die einzigste die an diesem lustigen Abend noch nuechtern war.

  1. Februar 2013, Sonntag,   Burma, Kawthoung, Pinguin Hotel  

Birmanesisches Fruehstueck – Einfuehrung in die Sitten & Braeuche von Birma – Birmesische Musik & ein Geschenk – Fischerort abseits der Route – Third Mile Pagode – Leserunde – naechtlicher Ausgang

Frueh am Morgen um 8 Uhr zum Fruehstueck verabredet sein? Seit wann ist Colin ein Fruehaufsteher? Und nach dem Alkoholkonsum von gestern abend? Wie auch immer, um 8 Uhr ging es los und wir fuhren gemeinsam mit unseren Burmanesen zu einem typischen Lokal, wo die Burmesen sich Sonntags zum Fruehstueck treffen. Zuerst dachte ich ein Lokal fuer Lilliputaner, denn saemtliche Familien & Leute sassen auf Kinderplastikstuehlen (!!!) und das Essen wurde auf kleinen Holzstischen serviert – aber hier in Burma ist es Gang und Gebe, wobei „europaeische Gewichtsklassen“ wahrscheinlich mehr als einen Stuhl benoetigen um nicht einen Stuhlkollaps zu verursachen! Gott sei Dank gab es auch eine Ecke mit normalen Stuehlen und Tischen. Bald war unser Tisch ueberfuellt mit birmanesischen Fruehstuecksspezialitaeten: Glasnudelgerichte, gefuellte Pastetchen, Reissuppe, Teigtaschen, Eier im Glas uvm. und verschiedene Teesorten, wobei eine Teekanne mit Gruentee immer auf dem Tisch steht. Vom Geschmack her alles ein absolutes Gedicht – allerdings Suppen am fruehen Morgen sind gewoehnungsbeduerftig. Waehrend des Fruehstuecks wurden wir in die Sitten und Braeuche Birmas eingefuehrt. Sehr nteressant, aber ich will Euch nicht langweilen. Dann bekamen wir einen Rundgang in Soes Firma. Er hat ein Buero unter dem birmanesischen Kontrollbuero und sein Job ist genehmigt (?), obwohl er sehr kuriose Geschaefte betreibt: Er streamt (raubt, klaut) weltweit Fernsehsender und verkauft sie weiter!!! Tausende von verschiedenen Kanaelen! Uns wurde dann noch ein Staendchen von einem seiner Mitarbeiter auf der Gitarre in bur-manesich gesungen und man schenkte mir eine CD mit Tempelmusik, die mich so begeistert. Dann verabschiedeten wir uns bis zum Abend von unseren Burmanesen. Wir machten uns auf eigene Faust weiter zu einem Fischerdorf, wo die Menschen in ihren Huetten wortwoertlich auf einer Muellhalde leben – es gab keine Papierkoerbe geschweige denn eine Muellabfuhr, alles wurde einfach vor die Haustuere geschmissen. Traurig aber wahr. Wir schauten Fischer zu, wie sie ihre Boote bauten und wurden von tausenden von Kindern neugierig verfolgt. Alle waren super freundlich und lieb. Am Fischerdorf angrenzend, war dann der absolute Wohlstand…vom Slum in den Himmel. Nach der Erklimmung einer leichten Anhoehe waren wir dann auf der Third Mile Pagoda, die ich schon am Tag vorher besucht hatte. Nach diesem Fussmarsch wollten wir uns nur noch ausruhen und lesen – es war immerhin schon 17h und um 20h trafen wir uns wieder mit den Burmanesen. Tempelmusik klang von der Pagode was uns noch mehr spueren liess, dass wir in einem anderen Land mit anderen Sitten waren. Der Abend mit unseren Burmanesen war auf alle Faelle noch super nett.

  1. Februar 2013, Montag,    Burma, Kawhoung, Pinguin Hotel

Marktleben – Henkermahlzeit – Abschied nehmen – zurueck nach Thailand – Hot Pools in Ranong – Nachtbus nach Bangkok

Mich begeistern die Moenche am fruehen Morgen wenn sie Almosen sammeln gehen – ich kann nicht genug davon kriegen, wenn es auch fruehaufstehen heisst. Das Marktleben um diese Uhrzeit ist auch sehr quirlig. Jeder wollte fuer ein Foto posieren und so hatte ich innerhalb kuerzester Zeit eine geniale Ansammlung von beeindruckenden Portraets von Burmanesen und Kindern. Ich schlich durch die Altstadtgassen und die Kolonialarchitecktur auf meinen Fotos zu verewigen und dann ging es zurueck zum Hotel. Es hiess Abschied nehmen von Burma und die Henkersmahlzeit nahmen wir gemeinsam mit Soe ein, bevor er uns zu einem Fischer brachte, der uns mit seinem Fischerboot nach „Thailand“, nach Ranong, brachte. Am Abend um 20h fuhr unser Nachtbus nach Bangkok und der Chef der Busstation war so freundlich und bot uns an, die Zeit bis dahin in den Hot Pools in Ranong zu verbringen – allerdings ohne darin zu baden. Wir sassen einfach nur in einem Park, lasen und beobachteten das Treiben bevor unsere Tour in die Nacht nach Bangkok losging.

Immerhin eine Blitzvisite nach Burma…ich wäre gerne dort geblieben – aber ein Versuch war es wert!

 

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