Neuseeland oder das Land der grossen, weissen Wolke…REISEREPORT TEIL 7   13.03 – 15.03.2009

Neuseeland oder das Land der grossen, weissen Wolke…REISEREPORT TEIL 7   13.03 – 15.03.2009

NEUSEELAND NORDINSEL

 

REISEREPORT TEIL 7   13.03 – 15.03.2009

 

Die Erkundigung der Nordinsel vom Städteflair zu was uns auch immer erwartet…

 

13.03.2009 Freitag The Villa Backpacker

 

Szenenwechsel Nordinsel – mit der Fähre über den Kanal

 

Picton – Fahrt mit Faehre nach Wellington – Stadterkundung – Te Papa Nationalmuseum – Cuba Street

 

Gaehn! Nichts fuer Fruehaufsteher! Um 10.10 Uhr ging unsere Faehre nach Wellington, auf die Nordinsel von Neuseeland. Das hiess Abschiednehmen von der Suedinsel und von unserem flotten Ford Falcon Sportausfuehrung. Nicht nur das, wir mussten unsere „sieben Sachen“ zusammenpacken, damit sie auch ohne Auto transportfaehig waren – was sich schon alles in 6 Wochen ansammeln kann ist unerklaerlich! Leider hatten wir einmal wieder Pech mit dem Wetter. Die Ueberfahrt mit der Faehre, was normalerweise spektakulaer an Fjorden und unendlichen Wasserstrassen vorbeigehen sollte, endete mit Nebel und Regen – sprich, uns blieb das, was man sonst sieht verborgen. Der Wellengang war ganz schoen heftig, es schuettelte uns ordentlich hin- und her.

Als wir die Kueste der Nordinsel und den Hafen von Wellington erblickten waren wir heilfroh. Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, lag mit seiner Skyline zu unseren Fuessen und bereit, sich von uns erobern zu lassen. Gott sei Dank hatten wir hier kein Backpacker Hostel gebucht – die sind hier alles super laut und unmoeglich „beschlafbar“. Wellington war  aufgrund mehrerer Open Air Konzerte von Neuseelaendischen Bands ausgebucht und wir durften mit dem Just Hotel vorlieb nehmen! Sozusagen „ein Blind Date“, denn es war mit das einzigste Hotel, was noch Zimmer hatte. Der ganze Spass war zwar doppelt so teuer, aber wir hatten Glueck mit unserem „Rendezvous“, denn es war ein wirklich nettes Hotel mit grossen, geschmackvoll eingerichteten Zimmern direkt in der Stadtmitte am Nabel der Welt. Das bedeutenste Nationalmuseum Neuseelands Te Papa ist ein absolutes „MUSS“ und hat uns fasziniert. Ein 350 Millionen NS Dollar Projekt und der Eintritt ist „FREI“!!!! Auf 3 Etagen bekommt man die Enstehung Neuseelands, Naturkunde & Flora & Fauna NZ,  interaktive Abteilung ueber Erdbeben & Vulkane, Maoris & ihre Kultur und Lebensweise etc. praesentiert. Quasi ein 2 Tagesprogramm, es gibt aber auch ein Rundgang namens „Te Papa in a Hurry“ fuer Touris wie wir, die dann eben doch nur 2 Stunden Zeit haben. Nach unserer „Blitztour“ durchs Museum schlenderten wir die Hafenpromenade entlang und gegutachteten die skurilen Gebaeude dieser Stadt. Die Skyline Wellingtons wirkt bunt, modern & kulissenmaessig. Man findet Haeuser aus dem 19 Jahrhundert Art Deco kombiniert mit dem Modernen, all das in allen moeglichen Farben – es wirkt fast unwirklich und wie eine Buehnenbild. Was mit absolut imponierte war die Cuba Street – diese Strasse wacht allerdings erst am Abend zum Leben, tagsueber ist es hier recht trostlos. Als ich jedoch am Abend durch diese Strasse ging verliebte ich mich schon fast in Wellington. Das Flair in dieser Strasse ist einfach einmalig. Unzaehlige Haeuser im Spanish Mission Stil & Art Deco, witzige, gemuetliche Bars, Kneipen, Cafes super orginell aufgemacht und alle in farbiges Licht getaucht. Das Publikum ist anders als sonst wo in Neuseeland – einfach gemuetlicher, ohne Hektik, edler und mit Stil und trotzdem angenehm…nicht grosskotzig oder hochnaessig. Es machte so richtig Spass, an dieser Strasse entlangzugehen und das „Nachtleben“ zu beobachten.

 

14.03.2009 Samstag Just Hotel

 

Szenen einer Großstadt nach 4 Wochen Natur pur

 

Wellington – Stadtrundfahrt – Fahrt nach Napier

 

Wellington fuer Eilige: am besten eine 2-3 stuendige Stadtrundfahrt, die einem in Kuerze einen Ueberblick verschaffen kann. Gesagt  – getan. Zu unserer Ueberraschung ist Wellington echt riesig – ohne Stadtrundfahrt haetten wir nie das Gefuehl bekommen, richtig hier gewesen zu sein! Wir fuhren durch die Innenstadt, durch den Parlaments District, zur St. Pauls Cathedral, die aelteste Kirche Wellingtons, Thorndorn – ein historische Wohnviertel an einem Huegel nahe Wellingtons gelegen, dem Botanischen Garten, die Cable Car Station mit einer herrlichen Aussicht auf Wellington, Oriental Bay an der rauen Kueste und zu guter letzte den Mount Viktoria Lookout. Nach unserer Sight Seing ging es fuer uns dann los Richtung Napier ueber Hastings. Unserer 4 stuendige Weg dorthin ist nicht unbedingt erwaehnenswert. Flache, ebene Landschaftszuege, ab – und zu ein Huegelchen und eine aeusserst trockene Landschaft. Napier selbst ist die erste Stadt in Neuseeland, die mich auf Anhieb begeistert…nicht nur, weil sie direkt am Meer liegt…

 

15.03.2009 Sonntag Walleys Backpacker

 

Die Entdeckung pur des Art Deco Stils

 

Napier

 

Napier ist eine ganz besondere Stadt. Sie ist eine der einzigartigsten Art Deco Staedte der Welt. 1931 war ein schreckliches Erdbeben in der Region von Napier – Erdbebenstaerke 9.5. Die gesamte Stadt und die gesamte Umgebung wurde zerstoert und viele Menschenleben fielen zum Opfer. Daraufhin wurde Napier komplett neu aufgebaut  und zwar im Art Deco Stil – Napier diente quasi als Voreiterstadt, bevor weltweit in den 30 Jahren Art Deco zur Mode wurde.  Dixie Musik hat uns an diesem Sonntagmorgen geweckt, nachdem wir endlich mal wieder ausschlafen konnten und keinen Wecker stellen mussten. Natuerlich sahen wir uns erst einmal im Art Deco Center einen Dokumentarfilm ueber Art Deco Stil und Napier an, bevor wir uns auf unseren Art Deco Walk durch die Stadt begaben. Der Dokumentarfilm oeffnete mir wortwoertlich die Augen – durch den Film sah ich Napier mit ganz anderen Augen und bewunderte wirklich jedes Gebaeude. Die Stadt ist wunderschoen und die Haeuser in den schoensten Pastelltoenen. Es war ein richtiger Genuss, durch die Strassen zu ziehen. Die Antiquitaetengeschaefte sind hier ein absoluter Hoehepunkt. Man bekommt saemtliche Orginalgegenstaende der damaligen Zeit zu Spottpreisen! Sei es Kleider, Huete, Schmuck, Moebel…wir waren begeistert. Wir liefen kreuz und quer durch die Stadt, den Bluff Hill hoch – wo es zudem noch die schoenstes Villen gab. Das Gefaengnis war allerdings nicht im Art Deco Stil – jedoch nun ein Backpacker Hostel. Von der Psychatrie bis hin zu den Zellen kann man hier tatsaechlich noch uebernachten – allerdings recht spaerlich von der Ausstattung – Gefaengis eben. Wir haetten es uns zu gerne angeschaut, war aber leider nur im Rahmen einer Reservierung oder mit einer Tour moeglich. Tja, ich habe nun tausende von Bildern von dem beindruckenden Napier…und da mich die ganzen Touris und Autos stoerten, knipste ich einfach mal anders…schraeg, quer & ohne Format…eben anders…

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