La Boca – endlose weite Sandstrände unweit von Trinidad

La Boca – endlose weite Sandstrände unweit von Trinidad

Samstag, 9.03.2019

TRINIDAD – LA BOCA

MOTTO:

AUSZEIT UNTER EINHEIMISCHEN

Fotos auf meiner Facebook Seite Tina Volz unter dem entsprechend genannten Album! Danke!

Umzug: von der Prinzessin auf der Erbse zu einer Familie – Ausflug zum Strand & La Boca – Touripreise am Ende der Welt –  Speisen unter Einheimischen:  Hamburger und Fisch – schwimmen & das mit dem Drink im Meer – zurück aber wie? Statt mit dem Bus mit einem Betriebsausflug? – neue Ecken & Winkel – Sol y Mar: speisen wie um die Jahrhundertwende – Markt am Straßenrand – Abendessen bei Kreolen – Pause in den trovas: heute mal nichts mit Musik? – betrunken von einem Mojito?

Amheutigen Morgen verlasse ich mein kleines Königsreich. Umzug: von der Prinzessin auf der Erbse zu einer Familie. Bei Isla, so heißt die nette junge Dame, lebe ich inmitten der Familie, habe aber trotzdem meine Privatsphäre und zahle weniger als die Hälfte. Wenn ich nur Kurzurlaub hätte, wäre mir das alles egal, aber wie gesagt, „5 Monate Langzeiturlaub“ gehen eben nur, wenn man ein wenig vorsichtiger mit seinem Geldbeutel umgeht. Kaum die Koffer ausgepackt, stehe ich auch schon wieder mit der Strandtasche auf der Straße und bin unterwegs für einen Ausflug zum Strand & La Boca. La Boca ist ein kleines Fischerort an der Karibik direkt an der Küste von Trinidad.Unweit davon  soll es einen herrlichen, weißen Sandstrand geben, der von unheimlich vielen Palmen gesäumt ist und davor das in allen möglichen Blautönen schimmernde Meer.Nicht der Einheimische Bus bringt mich dahin, leider, sondern ein organisierter Touristenbus wie es sich bald herausstellt. Für 5 Euro ist man dabei. Er bringt einem nach La Boca oder an mehrere Strandabschnitte und holt einen anschließend wieder ab. Mir wäre es lieber gewesen, das alles auf eigene Faust zu tun. aber wenn man alleine unterwegs ist, ist vieles erschwerlicher was Transportmittel angeht – zu zweit ist es deutlich leichter und günstiger! So steige ich halb in den Doppeldeckerbus ein und sitze ganz oben. Wenigstens hat man von hier aus eine bessere Aussicht. Querfeldein geht die Fahrt und nimmt mehrere Touris auf. Das Dorf La Bocka selber ist klein, aber sehr reizvoll, aber ich nehme mir vor erst einmal den Strand zu erkundschaften, bevor ich dieses Örtchen in Angriff nehme. Auf einer vorgelagerten Landzung liegt dann der lange, unendliche Sandstrand, auch der Strand von Ancon genannt oder der karibische Traumstrand unter den Touristen. Wie üblich bin ich mal wieder überwältigt von den Farben des Meeres und den vielen riesigen Palmen. Es liegen ca. 4 Hotelanlagen direkt nebeneinander, die allerdings zu wünschen übrig lassen und wirklich nicht die Creme de la Creme sind. Die Hotels sehen so aus, als ob sie schon seit Jahren nicht mehr auf Trab gehalten werden. Verrostete Klimaanlagen, der Putz fällt von den Wänden und der Garten kein Garten mehr sondern von allem möglichen Unkraut überwuchert. Ich bin nur heilfroh, dass ich hier nicht meinen „Traumurlaub“ gebucht habe. Ein Karibikflair ist es aber wirklich – selbst wenn es absolute Touripreise gibt, sieht man gerne davon ab. Der Strand ist so gut wie menschenleer und die Karibik lädt nur so zum baden, plantschen und schwimmen ein. Glasklares, erfrischendes Meer! Der Schatten lässt allerdings zu wünschen übrig und entschließe ich mich eine gute halbe Stunde später zurück ins Fischerdorf zu fahren, wo man sicherlich für ein Sandwich & Getränk keine 12 Euro hinblättert! Und so lande ich im Fischerdorf La Boca, mit dem ich mich sofort anfreunde! Am Malecon entlang stehen die ganzen Oldheimer herum – es ist schließlich Samstag und ganze Familien sind heute unterwegs und bewegen mal ausnahmsweise ihre großen Spritschlucker durch die Gegend. Am Malecon gibt es auch unheimlich viele kleine, aber feine Sandbuchten und ein Stückchen weiter vorne stehen sogar einige Palmen und Fichten, die sehr viel Schatten spenden! Überall trifft man auch kleine Kioske, die Kleinigkeiten zu essen & trinken anbieten aber auch kleine Lokale, die den Fang des Tages anbieten. Ich schätze mein Hunger nicht so groß ein und bestelle einen Hamburger, der sehr, sehr lecker ist. Danach mache ich eine kleine Rundtour durch das Dorf, seinen Fischerhafen und seinen Stränden. Es sieht so entzückend aus, die vielen kleinen Häuschen am Malecon. Sie sind bunt bemalt und haben immer viele Blumendekorationen in allen Farben ringsherum. Das erweckt das Ganze noch mehr zum Leben, vor allem mit dem Kontrast der türkisblauen Karibik. Der eigentliche Hafen liegt an einem Flusslauf, der direkt im Meer endet. Ein süßes Motiv mit den vielen bunten Fischerbooten und im Hintergrund Palmenwälder und Gebirgszüge. Zu meinem Entsetzen muss ich sagen, dass ich gute 40 Minuten später fast vor Hunger sterbe – wahrscheinlich alleine deswegen, weil es in diesem Fischerdorf wirklich an jeder Ecke fangfrischen Fisch gibt! Da muss man doch wieder Hunger bekommen! Und so lande ich an einer Strandbude mit Blick aufs Meer, die mir leckeren, fangfischen Fisch mit Reis, Bohnen und Salat zubereitet und eine selbstgemachte Limonade auf den Tisch stellt. Göttlich und mit diesem Ausblick auf das Meer! Was will man noch mehr? Wieder einmal frisch gestärkt geht es dieses Mal weiter für mich zu einem Schattenplätzchen am Meer, denn ich will schwimmen! Unter Kiefern & Palmen finde ich genau das richtige Örtchen. Viele Einheimische sind auch unterwegs und picknicken oder quaseln einfach miteinander, während ihre Kinder an der kleinen Sandbucht spielen. Gute 10 Minuten später bin ich im Wasser. Schwimmen! Was für eine Wohltat! Welch eine Erfrischung. Neben mir tummelt ein ganzer Freundeskreis im Meer, ca. 20 Personen…alle halten Plastikgläser in der Hand und einige von ihnen Havanna Club. „Saufgelage“ im Meer oder wie man das nennen kann! Ich finde es göttlich, wie die Kubaner mit so kleinen Dingen im Leben ihr Leben feiern können! Mein kleiner Video, den ich von ihnen aufnehme, geht leider in die Hose, denn meine Linse ist so verschmiert, dass man nach meiner Aufnahme nur Nebel sieht! Ich weiß nicht wie lange ich in der Karibik schwimme, lang genug auf alle Fälle… könnte meinetwegen auch ewig andauern – aber der Einheimische Bus hat seine letzte Rückfahrt um ca. 16:45 Uhr und so mache ich mich aufbruchbereit und warte an der Bushaltestelle, die ca. 10 Minuten Fußweg entfernt liegt. Als ich den Bus sehe, winke ich ihn her, steige ein und will dem Fahrer das Fahrgeld geben. Alle lachen. Ich bin im falschen Bus. Zurück mit einem Betriebsausflug. Alle im Bus haben hier einen Strandtag verbracht und sind göttlich amüsiert über mich und ihre „Touristenauflese“ und nun geht es zurück für sie nach Cienfuegos. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt. Mit Kubanern kommt man sooo schnell ins Gespräch und alles ist irgendwie immer lustig. Selbstverständlich lassen sie mich unterwegs springen – während der Durchfahrt in den näheren Außenbezirken von Trinidad. Ich bedanke mich aufs Herzlichste! Egal wo auch immer ich bin – aber immerhin sehe ich in der Ferne schon den Kirchturm von Trinidad. Außerdem lernt man auf diese Art & Weise immer neue Ecken & Winkel kennen, wie zum Beispiel das Restaurante Sol y Mar,ein ehemaliges Kolonialhaus,das man in ein Restaurant verwandelt hat. Jedes Zimmer ist noch so wie es war, auch mit seinen antiken Möbeln, man kommt sich vor wie gestern. So gibt es zwei wunderschöne Schlafzimmer, eins davon mit Himmelbett, einen riesigen Salon mit Sitzgelegenheiten & Schaukelstühle und vielen riesigen Gemälden und Kronleuchtern, damalige Badezimmer und vieles mehr. Nur hinten im Patio ist ein kleines Restaurant angelegtund daneben eine alte Küche. Ich kann mich echt nicht sattsehen! Direkt daneben ist ein Markt, wenn ich das so nennen darf. 3 Häuser haben offene Fenster und verkaufen Eigenprodukte aus ihrer Agrarwirtschaft wie z.B. Obst, Gemüse, Eier, Kaffee , Kartoffeln usw. Auch ein Metzger ist unter ihnen, der lediglich ein halbes Schwein und seinen Kopf verkauft – mehr nicht! Alles rationiert versteht sich. So schlendere ich schön gemütlich zu meinem Hostal zurück und mache unterwegs noch so allerhand Entdeckungen und natürlich Fotos. Isla freut sich schon als ich zurückkomme und will natürlich genaustens wissen, wie ich den Tag verbracht habe! Nach einer kurzen, eiskalten Dusche und hübsch machen düse ich schon wieder los Richtung Altstadt aber das Allererste ist wieder einmal mein Hunger, der mich zurückhält meine Aktivitäten fortzusetzen. So lande ich zu einer Pizza bei einer Kreolin, die mir eine super gut schmeckende Pizza Hawaiana (Käse, Schinken, Ananas) zubereitet!Und dann ziehe ich los zum Tanzen. Schließlich ist heute Samstag, da wird sichderlich die Hölle los! Wie üblich klappere ich alles ab und suche nach der für mich beste Live Musik – manchmal lässt auch Musik zu wünschen übrig aber ich werde nicht fündig. Meine beiden Jungs sind auch nicht unterwegs und so sitze ich noch ein wenig auf den Stufen der Casa de la Musica und warte auf den Stimmungswechsel – aber heute ist irgendwie der Hund begraben und keiner ist unterwegs! Nach einem Mojito wandele ich dann recht angeheitert zu meinem Schlafgemach und bin früher wie sonst in meinem Bett…aber der Mojito hält mich noch lange Zeit wach und ich kann einfach nicht schlafen…

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