Amman – das historische Amman & seine Reize

Amman – das historische Amman & seine Reize

Freitag, 29.11.2019

 

AMMAN, JORDANIEN

 

MOTTO:

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT…LASS ES EINFACH GESCHEHEN…

 

Fotos auf meiner Facebook Seite Tina Volz unter dem genannten Jordanien, Amman! Danke!

 

Freitag = Samstag – ausschlafen & spätes Frühstück – Erkundigung der Umgebung & seiner Attraktivitäten – im Genuss der jordanischen Küche – mit der Außenwelt Europas in Kontakt – mit dem Bus in die Altstadt – römisches Amphitheater, der Stadthügel Qala & seine Zitadelle – Sonnenuntergang über Amman – ein Gebet & Abendandacht über Amman – durch die Altstadt & zu Fuß zur Rainbow Street oder wo sind die Touristen? – querbeet kosten & genießen – einfach nur relaxen…

 

Freitag = Samstag  – und genau so beginnt auch unser Tag. In arabischen Ländern ist ja das Freitagsgebet – also ist Freitags ein Samstag und Samstag ein Sonntag! Das Wochenende von Samstag auf Samstag ist somit auf Freitags und Sonntags verlegt. Das bedeutet für uns, das heute nicht gearbeitet wird und ausschlafen & ein spätes Frühstück . Das tut gut mit seinem Liebsten an seiner Seite sich zu räkeln und einfach mal nichts zu tun! In der Ruhe liegt die Kraft…lassen wir es einfach geschehen! Einfach loslassen…daraus werden immer die schönsten Momente, weil man einfach nichts erwartet! Da ich einen Arbeitwütigen um mich habe, der unter Termindruck steht, darf ich aber vorerst einmal den Tag auf eigene Faust genießen, bevor wir zu Zweit die Zeit genießen. Ich mach mich also nochmals auf den Weg zur Erkundigung der Umgebung & seiner Attraktivitäten , in der Hoffnung doch noch was Besonderes zu entdecken und wo treibt es mich natürlich wieder hin? In den „Feinkostladen“ von nebenan, wo ich schon ganz am Anfang verköstigt wurde und komme doch glatt wieder in Genuss der jordanischen Küche . Es wird mir dieses Mal jordanische „take away“ Küche angeboten. An einem Büffet ist eine breitgefächerte Auswahl von allem Möglichen. Ich entscheide mich für Hühnchen und gebratener Reis mit Safran, Kardamon, Gemüse & Nüssen und besorge noch für Michael geräuchtertes Joghurt – wie das wohl schmeckt? Auf die Take Away Küche und kleine Snacks bin ich einmal wieder eingeladen. Nur das Joghurt wird mir in Rechnung gestellt. Das wird allmählich peinlich…an jeder Straßenecke gibt es für mich etwas umsonst aber es ehrt natürlich auch außerordentlich. Wo wird man denn sonst so verwöhnt? Zurück im Hotel stürze ich mich auf das noch warme Essen und es ist göttlich. Ich kippe ein wenig von dem Joghurt auf mein Gericht. Das Joghurt wäre glaube ich ohne Essen nicht unbedingt genießbar. Sein geräucherter Geschmack verwirrt. Das Essen hat etwas indisches an sich – wie Reis Birjana und sehr knusprig mit den Nüssen.

Hmmm…davon könnte ich noch mehr haben. Dann setze ich mich mit der Außenwelt Europa in Kontakt. Meine Familie & Freunde sollen ja schließlich auch wissen, dass es mir gut geht. Und natürlich will ich mit meinen Reisereports ein wenig festhalten, was ich bisher alles erlebt habe und auch meine Fotos sortieren. Wer weiß, wann ich dazu sonst wieder Zeit finden würde? Ich bin ja in bester Begleitung und da will man genießen ohne Ende und nicht die Zeit mit Reiseberichten verbringen…zudem bin ich so lebenshungrig wie nie zu vor und ich will einfach mich voll & ganz ins Hier & Jetzt stürzen und mich von nichts, aber gar nichts abbringen lassen, was mich davon abhält! Und endlich ist die Zeit, wo auch mein Liebster endlich das Workaholic sein lässt, um mit mir diesen wunderschönen Tag zu verbringen! Mit dem Bus in die Altstadt  Er lässt sich von mir mit dem lokalen Bus in die Altstadt Ammans entführen! Sein erster Besuch. Das Geschukele (schwäbisch für Gewackele) geht ihm nach Kürze bereits auf dem Keks aber ich genieße die ganze Atmosphäre mit den Einheimischen im Bus zu sitzen und einfach mittendrin zu sein – schade, dass ich ihm meine Lebensfreude und Verliebtheit nicht mit meinen Küssen & Händchenhalten zeigen kann – küssen in der Öffentlichkeit verboten in der arabischen Welt…das gefällt uns ganz und gar nicht. Wer unterdrückt schon gerne Gefühle & Liebe? Das ist wie nicht sprechen dürfen, wenn nicht sogar noch schlimmer!  Römisches Amphitheater  – genau da steigen wir aus. Ein richtiger Wow Effekt für Michael, denn das Theater breitet sich vor unseren Füssen wortwörtlich aus. Es ist direkt in einen Hang gebaut. Die Erbauer nutzten die Lage zu ihrem Vorteil. Zu Füssen des Theaters liegen auch das ehemalige Römische Zentrum und das Römische Forum oder das was noch davon übrig blieb…einige Säulen und Ruinen. Immerhin waren die Römer zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert in Jordanien und hinterließen deutlich überall ihre Spuren! Mein Schatzi nimmt einen Video auf und dokumentiert das ganze Prachtwerk, bevor wir uns auf den Weg zum

Stadthügel Jebel Qala & seine Zitadelle machen. Stufe um Stufe erklimmen wir den Hügel, der schon von alters her strategisch von großer Bedeutung war. Schon seit 2000 vor Christus befanden sich auf diesen Hügel bereits schon Befestigungsanlagen. Was von all dem übrig blieb ist eine Zitadellenmauer, Türme, eine Moschee, ein Herkulestempel und vieles mehr! Wir sind schon neugierig, was uns erwartet. Von Hügel aus hat man zumindest schon einmal einen einmaligen Blick über Amman und seinem Umland. Freier Eintritt als Araber  – klar doch! Als wir am Eingang der Zitadelle sind, sagt mein Liebster an der Kasse: „bitte zwei Eintrittskarten für Araber“ und lächelt den Portier an. Er ist so verblüfft, dass er uns tatsächlich den Eintritt von Arabern berechnet anstatt die Touripreise von uns zu nehmen. Er klascht Michael auf seine Handfläche und Michael lächelt stolz. Wir machen uns direkt auf dem Weg zum Herkulestempel, der auf dem höchsten Punkt des Hügels thront. Riesige Säulen ragen in den Himmel – wir kommen uns fast schon vor wie in Athen. Er soll während der Regierungszeit von Marc Aurelius (161-180 n. Christus) erbaut worden sein. 9 vor Christus soll sich sogar hier eine Kultstätte befunden haben. Wenn auch nur noch die Säulen des Herkulestempels zu sehen sind, sind sie sehr anmutend und verleihen dem Ganzen eine ganz besondere Atmosphäre. In der Zwischenzeit haben wir bereits einen wunderschönen Sonnenuntergang über Amman  und wir machen uns eilenden Schrittes noch Richtung Moschee und zu den Resten des Omayaden Palastes, wie man annimmt. Das beste Licht und wir genießen unser Glück hier zu sein! Für uns ein faszinierender, magischer Ort hier oben. Genau zum Gebet & Abendandacht über Amman machen wir uns auf den Weg zurück zur Altstadt. Eine wunderschöne Stimmung, das Abendrot über Amman und die ganze Kulisse zusammen mit dem Gebet, das über ganz Amman ertönt und uns daran erinnert, das wir in einem arabischen Land sind oder besser gesagt uns gerade im Moment wie in 1001 Nacht fühlen! Durch die Altstadt & zu Fuß zur Rainbow Street oder wo sind die Touristen?  Ich zeige Michael ein wenig die Altstadt und die Souks, die Moschee und das Nymphaeum, das römische Brunnen und Wasserhaus, bevor wir uns auf den Weg zur Rainbow Street machen – was habe ich am Vortag gesagt, ich hebe sie mir für Michael auf! Wir entscheiden uns den ganzen Weg zu Fuß zu gehen – und erklimmen den Hügel, der uns zu der bekannten Strasse führt innerhalb von 20 Minuten und lassen dabei unser Atem auf der Strecke. Endlich angekommen erwartet uns ein wunderschönes Flair. Gebäude aus den 30 Jahren in bunte Lichter getaucht. Überall sitzen die Araber in Cafes und in Bars und rauchen Wasserpfeife oder nehmen ihre Abendessen in luxuriösen Restaurants, die palastartig aussehen zu sich. Aber wir sehen keine Touristen – vielleicht die falsche Jahreszeit? Selbst die Souvenirläden warten vergeblich auf den Ansturm aber so wie es aussieht wird da heute nichts mehr daraus. Egal, wir genießen das ganze Ambiente auch so und lassen uns in einem schnuckeligen Restaurant auf der Terrasse nieder, das herrlich mit kleinen Lichterketten beleuchtet ist und von vielen Blumen und Grünpflanzen umgeben ist. Wie kitschig romantisch. Querbeet kosten & genießen  wir die Speisekarte und ihr vielseitiges Angebot. Frisch gepresster Saft, Humus, Ziegenkäse, Falafel, Oliven und sonstige unbeschreibliche Köstlichkeiten. Eine wortwörtliche Gaumenfreude. Wir sitzen ewig und erzählen und irgendwann geht es dann zurück zum Hotel. Einfach nur weiter relaxen…  mit allem was dazugehört…

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