Laguna de Guatavita – das El Dorado Kolumbiens oder wo Mythen kein Ende finden

Laguna de Guatavita – das El Dorado Kolumbiens oder wo Mythen kein Ende finden

Freitag, 22.02.2019

 

GUATAVITA – LAGUNA DE GUATAVITA & DAS EL DORADO

 

MOTTO:

DIE ENERGIE EINES MAGISCHEN ORTES SPÜREN & IN SICH AUFNEHMEN! ZUFRIEDENHEIT & DANKBARKEIT FÜR ALLES, WAS ICH BISHER ERLEBEN DURFTE UND DIE GANZE MAGIE DES LEBENS!

 

Fotos auf meiner Facebook Seite Tina Volz unter dem entsprechend genannten Album! Danke!

 

Entspannt den Tag angehen lassen – Busfahrt Richtung Lagune Guatavita – allein gelassen – Wanderung zur Lagune – Besichtigungstour zur Lagune – Wanderung zurück – Kaffeetrinken in Guatavita – Sonnenuntergang am See – Abschied

 

Obwohl ich heute eigentlich volles Programm habe, hält mich die Ruhe & Gemütlichkeit dieses Ortes und vor allem mein gemütliches Zimmerchen davon ab in Hektik zu verfallen. Ich liege im Bettchen und schaue hinaus auf den See, die Sonne scheint und ich will nicht aufstehen. Einfach den Tag entspannt angehen lassen! Erst gegen 9:30 Uhr verlasse ich das Hostal und mache mich auf zum Frühstücken. Kurz danach unternehme ich eine Busfahrt Richtung der Lagune Guatavita. Eigentlich sagte man zu mir, es gäbe einen Bus, der dann auch bis zur Lagune fährt – aber Pustekuchen, so wie es aussieht bin ich allein gelassen in dieser großen weiten Welt und muss einen Fussmarsch von 7,5 Km in einer Höhe von 2700 m auf mich nehmen! Und so wie es aussieht geht es auch noch stetig bergauf! Irgendwie habe ich gerade absolut kein „Bock“ soweit zu gehen, aber was bleibt mir anderes übrig? Der einzige Trost ist die schöne, hügelige Landschaft und die wahnsinnige Kulisse zum See. Meine Wanderung zur Lagune dauert gute 1,5 Stunden mit einigen kleinen Pausen. Unterwegs unterhält mich auch noch ein Mountainbiker, der bestimmt ganze 20 Minuten neben mir heradelt und sich mit mir unterhält. Der Bus kommt dann doch noch und nimmt mich gerade mal 500 m mit, bis die Strasse zur Lagune abbiegt…besser als gar nichts. Ich bin schon total gespannt, was mich bei der Lagune Guatavita erwartet – das El Dorado Kolumbiens. Man sagt, das die Lagune heilig ist und die Minderheiten hier ihre Zeremonien abgehalten haben – sprich, alle Opfergaben aus Gold wurden in den See geworfen um ihre Götter zu besänftigen. Das El Dorado zog vor allem die Spanier an und mehrere Nationalitäten versuchten, das Gold aus dem See zu fischen. Was der absolute Wahnsinn ist, dass wirklich richtige Kunsthandwerke geschaffen wurden nur um sie anschliessend als Opfergabe in diesem See zu versenken. Unsere Besichtigungstour zur Lagune wird begleitet von einem Guide, der zu den Minderheiten dieser Umgebung zählt und uns die ganzen Legenden erzählt – es gibt unheimlich viele und keiner weiss so genau, was das mit dem See wirklich auf sich hat – auch nicht wie der See entstanden ist, der auf ca. 3200 m Höhe liegt. Wir sind insgesamt zu fünft – die beiden Mountainbikefahrer, zwei Mädels aus Mexiko und ich. Der Rundgang mit dem Guide dauert gute zwei Stunden und wir erfahren einiges mehr über die Kultur der ethnischen Völker…da könnte ich echt ein Buch damit füllen – alles hochinteressant und ich erfahre jedes Mal mehr und kann mir mit jeder Erzählung ein besseres Bild von diesen äußerst spirituellen Menschen machen! Wusstest Du, dass sie erst 1991 von der kolumbianischen Regierung als menschliche Wesen anerkannt wurden? Unglaublich – man nahm bis dahin an, dass Minderheiten keine Seele haben aufgrund ihres Glaubens und ihrer Hautfarbe! Wir sind gute zwei Stunden mit unserem Guide unterwegs und erfahren unheimlich viel! Für den Aufstieg zur Lagune müssen wir erst einmal 160 Stufen nach oben bewältigen – von 2700 m auf 3200 m was uns ganz schön den Atem und unsere Energie raubt. Bis wir oben sind haben wir bereits ca. 2 km hinter uns. Die Lagune selber hat heute mal die Farbe Smaragdgrün. An anderen Tagen kann sie auch türkisblau oder schwarz sein. Sie gräbt sich in die Landschaft ein wie ein Meteorit und drum herum sieht es aus wie ein tiefer Kraterrand, wo in der Mitte die kreisrunde Lagune schlummert! Die Oberfläche der Lagune kräuselt sich immer wieder. Seltsamerweise spiegeln sich nicht die Wolken oder der Wald in ihr. Sie sieht so lebendig aus – wer weiss was für ein Geheimnis sie birgt? Man sagt, sie hat immer noch Gold in sich schlummern…aber in der Zwischenzeit ist es von der Regierung verboten, die Lagune zu betreten oder weitere Forschungen anzustellen. Es wurden ca. 55000 Goldobjekte aus dieser Lagune gefischt, wenn man alle Protokollführungen der „Goldfischer“ der vergangenen Jahrhunderten zusammenzählt…

Nach der informativen Führung, nehmen die beiden mexikanischen Mädels und ich die Wanderung zurück auf uns – mit Abkürzung stehen uns gute 5,5 km bevor, die wir mit lauter Musik versuchen zu bewältigen. Als wir endlich an der Hauptstraße ankommen, habe ich persönlich bereits 15 km auf dem Buckel. Puuhhhhhh. Zum Glück kommt bald ein Linienbus, der uns in Guatavita absetzt. Jetzt heißt es zu erst einmal Kaffeetrinken in Guatavita und ausschnaufen, bevor wir uns aufmachen um den Sonnenuntergang am See zu bewundern. Dann fahren die beiden zurück nach Bogota. Morgen geht es zurück für sie nach Mexiko – Guadalajar. Schade. Ich hätte noch gerne ein wenig Zeit mit den beiden lustigen Mädels verbracht. Für mich heißt es heute Abschied nehmen von Guatavita – morgen in aller Herrgottsfrühe geht es für mich erst Mal weiter zur Salzkirche, ca. 1 Stunde von hier bevor es zurück nach Bogota geht. Heute heißt es für mich noch einmal mein schönes Zimmer geniessen und einfach den Tag entspannt beenden.

 

 

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