HONGKONG – SPUREN DER VERGANGENHEIT ENTDECKEN AUSSERHALB VON HONGKONG

HONGKONG – SPUREN DER VERGANGENHEIT ENTDECKEN AUSSERHALB VON HONGKONG

Montag, 05.02.2018

 

Hongkong – New Territories

 

MEIN MOTTO DES HEUTIGEN TAGES:

WAS ICH IN MEINEM LEBEN TUE:

DIE FÜLLE DES LEBENS UM MICH HERUM GENIESSEN!

 

Hahaha…das Motto von heute trifft sich ganz gut. Ich mache mich auf den Weg Neuland zu entdecken. Schliesslich will ich nicht nur Hongkong kennenlernen, sondern das ganze Drumherum, vielleicht auch um die Vergangenheit zu suchen, die mich deutlich mehr interessiert als das Jetzt oder einfach das „China“ vor der Kolonialisierung zu finden…etwas was noch nicht neugemacht worden ist…denn darin ist ja China leider Meister! Also mache ich mich auf den Weg was eine halbe Ewigkeit mit dem Bus und mit der Metro dauert…und sobald man Hongkong verlässt ist man wortwörtlich verlassen. Keiner spricht Englisch und man kann sich wirklich nicht verständigen. Wie ich letztendlich doch dahin komme wo ich hin will ist mir ein Wunder! Ich will dahin, wo noch ummauerte Dörfer sind. Denn vor der Gründung Hongkongs waren Piraten in der Bucht zuhause und alles drumherum musste sich schützen. Also baute man kurzerhand wie in Europa Mauern um kleinere Orte, die nur einen Eingang selber hatten. In diesen Orten soll das alte China angeblich noch erhalten geblieben sein. Als ich um 13:35 Uhr immer noch nicht dort bin, will ich schon aufgeben, gebe mir aber eine letzte Chance – schliesslich soll nicht das Gleiche passieren wie vor 16 Jahren in China, als ich nie den Ort Sue Jo fand und seine Kanäle wie in Venedig. Mein Ehrgeiz treibt mich an und ich fahre mit dem Tipp einer Hongkong Chinesin, die mich endlich versteht, eine Metrostation zurück und nehme ein Linienbus für 2 Stationen…die Nummer weiss sie sogar auch. Und sie meint, ich würde dann den Ort ganz bestimmt finden. Gesagt getan. Aber alles was ich finde ist ein kleines Lokal und sonst nichts. Hunger. Erst mal eine Pause. Mein Map me zeigt auch nichts an. In der Provinz funktioniert das also auch nicht. Ich umkreise die Häuser und frage einen Mann an einer Bushaltestelle und er deutet nur auf eine Mauer gegenüber. Was? Das soll ne Stadtmauer sein? Und wo ist der Eingang bitte? Wie? Nur so ein kleiner Eingang? Sehr unattraktiv und dann noch gekachelt. Hinter dem Eingang eine kleine Tempelnische und noch eine Türe, die offen ist…wie eine Wohnzimmertüre…und die führt in das Ghetto…so kommt es mir zumindest vor. Die Häuser stehen Händebreit auseinander und sind gekachelt. Nichts Altes. Nur der Tempel auf der gegenüberliegenden Seite ist mit altem Mauerwerk und wirklich fast 200 Jahre alt. Ein zweites Dorf ist um die Ecke…genauso. Aber nichts Besonderes. Aber ich habe es gesehen. Die Menschen leben hier mit dem Geringsten. Auf dem Weg zurück mit der Metro steige ich in Kowloon aus, dem absoluten Shoppingparadies Hongkongs, genau gegenüber auf der anderen Seite. Versace, Tiffany…etc…von den Armen zu den Superreichen! Vom Nichts zum Superlativen! Hier heisst es Schlange stehen vor Christian Dior, Vivianne Westwood etc…eine lange Schlange stehen. Am Ufer ist der Blick nach Hongkong selber überwältigend und ich entscheide mit dem Bus nach Aberdeen zu fahren, um noch ein wenig mehr die Umgebung um Hongkong herum kennenzulernen. Ein Doppeldecker und wieder in der ersten Reihe bringt mich zurück zwischen Wolkenkratzern und den steilsten Strassen – wie in San Francisco. Wow. Der Sonnenuntergang auf dem Meer begleitet mich rechterhand zwischen den Häuserreihen. Die Fahrt überhaupt. Der Hafen von Aberdeen ist bereits im Abendlicht getaucht als ich ankomme. Ein Traum. In der Küchenlounge nehme ich noch einen Tee zu mir und sitze mit einigen Backpackern zusammen und wir erzählen über unsere Reisen und Erlebnisse. Kurze Zeit später geht es in die Heia…mit dem Blick auf die Hafenkulisse von Aberdeen…in einer meiner schönsten Hostels mit Dorm seit der Beginn meiner Reise.

 

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