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Havanna & die Begegnung mit Buena Vista Social Club – travel-art.net
Havanna & die Begegnung mit Buena Vista Social Club

Havanna & die Begegnung mit Buena Vista Social Club

Samstag, 23.03.2019

HAVANNA

MOTTO:

WENN DU DENKST DU WEISST ALLES, WEISST DU EIGENTLICH NICHTS

Fotos auf meiner Facebook Seite Tina Volz unter dem entsprechend genannten Album! Danke!

Auf Hemmingways Spuren – Begegnung mit Amaranto, Klavierspieler von Buena Vista Social Club – mit dem Lada durch Havannas Altstadt – Pizza am Malecon – treffen mit Caesar – Sonnenuntergang über den Dächern Havannas: Hotel Ambos Mundos & Hotel Raquel – persönliche Stadtführung durch Havannas – Spaziergang am Prado

Heute verlasse ich mal die Altstadt Havannas und traue mich in die Außenbezirke. Auf Hemmingways Spuren begebe ich mich zu seinem Wohnhaus ca. 20 km außerhalb der Stadt. Mit dem lokalen Bus versuche ich mein Glück. Ein älterer Kubaner lädt mich ein und lässt nicht zu, dass ich bezahle…schon wieder eine Situation, die mich ins Staunen versetzt. Kubaner geben alles und teilen – obwohl wir eigentlich dazu aufgerufen sind, ihnen zu geben! Sie geben aus vollen Herzen! Sobald man das Zentrum Havannas verlässt, befindet man sich auch auf den Weg in ein anderes Zeitalter. Plötzlich sind die alten Prachtbauten verfallen, ohne Dächer & Säulen oder in einem erschreckenden Zustand. Havanna wie es vor guten 20 Jahren war, als ich es zuletzt besucht hatte. Trotzdem hat es seinen Reiz die Vergangenheit zu spüren. Die alten, klassischen Wägen, die überall an uns vorbei fahren unterstützen das ganze Gefühl eines anderen Zeitalters noch. Ich sitze wie in einer Zeitmaschine. Das ganze wird noch verstärkt, als ich Hemmingways Landhaus betrete, die Finca La Vigia, die in einem riesigen Park mit ewig vielen Palmen und Bäumen liegt. Hemmingway lebte hier zwischen 1940 & 1960…mit der Revolution musste er leider auch Kuba verlassen. Das Anwesen ist total im Stil der fünfziger Jahre eingerichtet und man kommt sich vor, als wäre Hemmingway erst gestern gegangen. Alles wurde so belassen wie es war – unverändert. Überall tausende von Büchern und Jagdtrophäen seiner vielen Afrikareisen aber auch Bilder vieler Künstler, wie beispielsweise Picasso. Von der Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick über Havanna & das Meer. Sogar sein Schiff Pilar ist in seinem Garten neben dem Tennisplatz und dem riesigen Schwimmingpool zu begutachten. Schade, dass dieser Genie mit einer Pistole das Zeitliche gesegnet hat – nicht in der Macht sein Leben fortzusetzen. Innere Leere & Depression ließen es nicht zu. Leider. Ein wenig betrübt mache ich mich nach guten zwei Stunden auf den Rückweg Richtung Altstadt Havannas. In der Bar Montserrate will ich ja heute mein Glück versuchen, den Klavierspieler von Buena Vista Social Club anzutreffen. Mal sehen ob das klappt, denn eigentlich bin ich schon zu spät – 14 Uhr, und man hat mir 13 Uhr gesagt dort zu sein. Kaum betrete ich das Lokal, kommt er mir schon entgegen und lächelt mich an, als ob er nur auf mich gewartet hätte. Freudig nimmt er mich in seine Arme – es kommt mir so vor, als ob wir uns schon ein ganzes Leben kenne! Mich durchströmt ein herrliches Gefühl der Glückseligkeit und Stolzes. Was ich erleben darf ist echt nicht mehr normal. Irgendwie habe ich ein sogenanntes „Händchen“ für solche Ereignisse & Begebenheiten und bin wortwörtlich damit gesegnet! Bald sitzen wir zusammen an einem Tisch und trinken Cuba Libre – ich allerdings ohne Alkohol. Er erzählt mir von seiner bevorstehenden Tour nach Barcelona und San Sebastian im Herbst – mit 92 Jahren schaut er mich freudig aus seinen glänzenden Augen an. Er kommt mir vor wie ein Jugendlicher aber nicht wie ein alter Kreis! Wow! Seine Band kommt mir ihm mit…allerdings sind sie ca. 20-25 Jahre jünger als er, immerhin! Sie spielen auch heute mit ihm in dieser Bar und er lädt mich ein zu bleiben. Mit Buena Vista Social Club ist er zwar noch in Kontakt, da aber diese nicht mehr auf Tour gehen, macht er sich selber auf. Er hat sogar mit seinen 92 Jahren noch eine neue CD herausgebracht, die er mir stolz präsentiert. Gute 40 Minuten später sitzt er hinter seinem Klavier auf der Bühne und präsentiert mit seiner Band seine selbst komponierten Songs. Mit seinen Fingern rasselt er über die Klaviertasten wie ein Wirbelsturm und reist das gesamte Lokal mit. Immer wieder springt er auf um sich mit seinen Fans ablichten zu lassen. Amamante ist der glatte Wahnsinn! Als seine Show vorüber ist kommt er zu mir gewetzt und bietet mir an, mich mit seinem alten, silbernen Lada durch Havannas Altstadt nach Hause zu bringen! Ufff…ich bin platt! Und so stimme ich zu. Wann sitzt man denn schon mit einer solchen Berühmtheit in einem Wagen und wird noch höchstpersönlich von ihm nach Hause gebracht? Er öffnet mir sogar die Türe und lässt mich einsteigen, ein Gentleman! Sachte schliesst er sie auch wieder, setzt sich neben mich ans Lenkrad, dreht die „Muke“ auf, kurbelt die Fensterscheiben runter und fährt los. Seine eigens komponierte Musik begleitet uns auf unserem Weg. Alle um uns herum starren in den Wagen – ein Star mit einer Blondine auf den Strassen Havannas. Und vor meinem Haus versammeln sich wortwörtlich die Kubaner, als ich aus seinem Wagen steige. Ist das nicht verrückt? Unglaublich!!! Lilly kann es kaum glauben, als ich es ihr erzähle! Die ganze Aufregung ließ mir ganz meinen Hunger vergessen und mit einer leckeren Pizza am Malecon sättige ich mich kurze Zeit später.  Um 18 Uhr steht ein Treffen mit Caesar an, den ich kurz vor meiner Weiterreise nach Vinales in Havanna kennengelernt habe. Er will mir die schönsten Aussichten über Havannas zeigen und so sind wir in der Altstadt unterwegs und bestaunen den Sonnenuntergang über den Dächern Havannas auf den Dachterrassen des Hotels Ambos Mundos & des Hotels Raquel. Danach folgt eine persönliche Stadtführung durch Havanna und ein Spaziergang am Prado, wo er mir noch so einige Geschichten & Begebenheiten von Havanna erläutert bevor es ziemlich spät wieder für mich zurück zu meinem Hostal geht.

Was für ein erlebnisreicher Tag! Für mich hat sich heute mal wieder bestätigt, dass wenn Du denkst, Du weißt alles, dass Du eigentlich nichts weißt! Aber ich bin ja Gott sei Dank nicht so und immer für alles offen – aber wie viele sind da anders und winken nur ab, weil sie eben meinen alles eh schon zu kennen und zu wissen! Sie wissen gar nicht was sie verpassen! In allem immer schön offen bleiben und Du wirst sehen, wie dir das Leben in sämtlichen Facetten begegnen kann!

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